Wer ebenfalls dabei sein möchte, der sollte zum Telefon greifen (03533 48060), denn für das Picknick unter freiem Himmel gegen 13 Uhr an der Grube Gotthold bei Hohenleipisch muss das Mittagessen (Kesselgulasch aus der Triftschänke für fünf Euro je Portion, auch Kaffee und Getränke) bestellt werden.

Tourstart ist bereits um 10 Uhr am Kulturhaus Plessa, wie Amtsdirektor Göran Schrey als Gastgeber informiert. Es geht zunächst durch den Schradenwald, dann über den Reißdamm-Radweg nach Kahla und weiter nach Dreska und Bad Aegir. Auf der „Schönen Aussicht“ auf dem Kraupaer Berg wird pausiert. Es folgen die Grube Gotthold und nach dem Mittagessen die Kirche Döllingen, die besichtigt werden kann. Letzte Stationen sind „Waldeslust“ in Kahla und der Bertzit-Turm. Die Rückkehr in Plessa wird nach rund 37 Kilometern zwischen 15 und 16 Uhr sein. Wer die Radlergruppe trifft, könne sich ihr gern anschließen, um nicht die gesamte Strecke absolvieren zu müssen.

Unterwegs gibt es jeweils fachkundige Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten. In den Dörfern soll aber auch das eine oder andere kommunale Problem angesprochen werden.

Die Radler werden es spüren: Die Wege im Amt Plessa sind von unterschiedlicher Qualität. Von Asphalt bis Holperpiste ist alles dabei. Das große Ziel des Amtes ist es, dass eines Tages alle Amtsgemeinden durch ordentliche Radwege miteinander verbunden sind. Die reine Amtstour, die etabliert werden soll und teilweise auch auf regionalen Routen verläuft, ist 36 Kilometer lang. Da die Wege abschnittsweise zum Beispiel auch dem Forst und der Bergbausaniererin LMBV gehören, seien für den gewünschten Ausbau jeweils diese Partner mit in das Boot zu holen, so Amtsdirektor Göran Schrey.

Ehe der Amtsradweg die notwendige Qualität hat, werden Jahre vergehen, macht sich der Verwaltungschef nichts vor. „Entlang dieser Tour wollen wir zeigen, was wir alles zu bieten haben und dass man hier gut leben kann“, rührt Göran Schrey gleich mal die Werbetrommel für weitere potenzielle Zuzügler. Nicht zuletzt verbinden derartige Wege die Dörfer und festigen den Zusammenhalt.