ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:24 Uhr

Schlittenhundecamp in Beutersitz
Einfach kuschelig und zum Knuddeln

Der 11-jährige Schlittenhundecampbesucher Bruno Seidel aus Wildgrube kam gar nicht weg von der vierjährigen Hündin Joy.
Der 11-jährige Schlittenhundecampbesucher Bruno Seidel aus Wildgrube kam gar nicht weg von der vierjährigen Hündin Joy. FOTO: Mirko Sattler
Beutersitz. Zum wohl ersten Mal konnten Hundefans im Elbe-Elster-Land Schlittenhunden ganz nah sein. Von Mirko Sattler

Einige nutzten bei dem Treffen der Freunde der Malamute-Hunderasse auf dem Beutersitzer Sportplatz das Wesen der Hunde aus und kuschelten einfach mit ihnen. So wie Bruno. Der 11-Jährige aus Wildgrube kuschelte die ganze Zeit mit  Joy, einer Alaskan Malamute Hündin. Außenstehende könnten meinen, der Hund gehöre ihm. Doch weit gefehlt. Hündin Joy und Bruno haben sich beim Schlittenhundecamp zum ersten Mal gesehen.

„Es gibt viel Nachfrage nach diesen Hunden. Die Leute wollen sie immer kraulen und streicheln. Durch ihr Wesen sind die Alaskan Malamute sehr menschenfreundlich, können nicht als Wachhunde eingesetzt werden“, weiß Besitzer und Camp-Organisator Maik Seidel. Einst wurden diese Hunde von den Eskimos mit in die Iglus genommen, um die Säuglinge zu wärmen. Bruno Seidel, der mit seiner Familie beim Camp vorbei schaute, fand den Hund klasse. „Er fühlt sich so weich an. Ich habe zum ersten Mal solch einen Hund gestreichelt und er hat es genossen, so dass ich einfach weiter gemacht habe. Meine Katze zu Hause, die haut immer ab“, so der 11-Jährige.

Insgesamt kamen zu dem Schlittenhundecamp auf dem Sportplatz in Beutersitz 19 Hunde mit ihren  Besitzern, den sogenannten Mushern. „Die Idee eines solchen Treffens reifte vor gut zwei Jahren. Doch bis ich solch ein Treffen allein organsierte, schaute ich mich bei ähnlichen Events um und sammelte Erfahrung. Meine Freunde folgten dann meiner Einladung und so feierten wir einen gemütlichen Saisonschluss, wie in einer Familie“, verriet Maik Seidel. Die Bedingungen für solch ein Treffen waren mehr als ideal mit den vielen Waldwegen und der Elsternähe.

Von überall erfuhr Maik Seidel Unterstützung, wie zum Beispiel vom Ortsvorsteher Ronny Laake. Die Gäste aus Kiel, Neumünster, Spremberg und Kassel waren begeistert von der Elbe-Elster-Region und nutzten die Möglichkeit eines kleinen Trails in den kühlen Morgenstunden. Während  Maik Seidel in den Wintermonaten  fast jedes Wochenende zu Schnee- bzw. Wagenrennen unterwegs ist, genoss er am vergangenen Wochenende einmal den Erfahrungsaustausch mit Gleichgesinnten sowie mit Besuchern.

Neben Joy, dem ersten Alaskan Malamute von Maik Seidel, besitzt der Fan der Schlittenhunderasse noch zwei weitere Alaskan Malamute. Den dreieinhalbjährigen Rüden Gus und die 16 Monate alte Amy, die vor kurzem Deutscher Jugendchampion geworden ist. Gus darf sich sogar Deutscher Campion nennen. „Auf Anraten von Malafreunden sind wir dann auch mit ihm zu den ersten Ausstellungen gegangen. Ja, und wenn sich dann Erfolg einstellt, bleibt es natürlich auch nicht bei einem Mal. Jeder, der den Gus mal bei einem Rennen hat starten sehen, versteht, wenn ich sage, der Junge ist ein Racer. Er läuft mit Begeisterung bis zur totalen Erschöpfung. So war es also unser Gus, der uns zum Show- und RaceTeam gemacht hat“, sagte Maik Seidel mit Begeisterung.