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Karneval
Eine Allee auf Zeit für Prinzessin Sandra

Aus der Plessaer Schemmelstraße wurde jetzt eine „Prinzessinnenallee“. Prinz Martin Schellschmidt und ihre Lieblichkeit Prinzessin Sandra haben das Zusatzschild auf Zeit unter den Augen des zahlreich versammelten Karnevalvereins angebracht.
Aus der Plessaer Schemmelstraße wurde jetzt eine „Prinzessinnenallee“. Prinz Martin Schellschmidt und ihre Lieblichkeit Prinzessin Sandra haben das Zusatzschild auf Zeit unter den Augen des zahlreich versammelten Karnevalvereins angebracht. FOTO: Veit Rösler/vrs1 / Veit Rösler
Plessa. Seit zwölf Jahren gibt es immer im Januar eine neue „Prinzessinnenallee“. Der Auftakt in die heiße Plessaer Karnevals-Saison fand sogar schon in Sachsen statt. Von Veit Rösler

Eine Kettensäge, ein Boschhammer, eine Baurüstung, eine Zustimmung vom Straßenverkehrsamt zur Entfernung eines Straßenschildes und ein Tropfen Öl wären in diesem Jahr notwendig gewesen, um die Plessaer Schemmelstraße in eine „Prinzessinnenallee“ zu verwandeln. Mit der Kettensäge hätte ein Baum gefällt, mit dem großen Elektrohammer eine Mauer eingerissen und mit der Lizenz von der Behörde ein Stopp-Schild entfernt werden müssen.

Stattdessen mussten sich Prinz Martin Schellschmidt (34) und ihre Lieblichkeit Prinzessin Sandra (44) auf einer wackligen Baurüstung unköniglich im Schatten des Stopp-Schildes mühen, um unter der festgerosteten alten Straßenbezeichnung das neue Straßenschild in der Heimatstraße der Prinzessin anzubringen. Noch dazu unter den Augen des zahlreich versammelten Karnevalvereins.

Zuvor war das Schild in der Gartenstraße in Plessa abmontiert worden, bei Vorjahresprinzessin Ines Siegemund (44). Erstmals kam diesmal eine Baurüstung zum Einsatz. Der Umwidmungsvorgang musste ganz offiziell beim Amt beantragt und von dort abgenickt werden.

Seit der ersten „Prinzessinnenallee“ vor zwölf Jahren in der Plessaer Bahnhofstraße war das Schild neben Kahla, Dreska und mehrmals in Plessa auch schon in Hohenleipisch, in Hirschfeld und in Großröhrsdorf in Sachsen angebracht. An keiner anderen Stelle musste sich das Prinzenpaar bisher derart durch das Gestrüpp wühlen. Traditionell findet die Umbenennung mit dem in den Vereinsfarben gehaltenen Straßenschild Anfang Januar statt. Als Auflage der Ordnungsämter muss immer das alte Straßenschild angebracht bleiben. Schließlich können Krankenwagenfahrer, Feuerwehr und Taxis nicht so schnell reagieren und ihr Kartenmaterial ändern.

Besonders gut auskennen müssen sich die Narren an den beiden kommenden Wochenenden. Am 21. Januar wird durch Plessa West und Mitte gezempert, eine Woche später am 28. Januar von der Mitte in den Osten.

Die Umwidmung der neuen „Prinzessinnenallee“ ist immer auch der Auftakt der Karnevals-Frühjahrssaison. Närrisch geht es unter dem Motto „Plessa feiert Karneval mit einem großen Festival“ am 26. Januar um 18 Uhr mit dem Pennefasching des Elsterschloss-Gymnasiums weiter. Es folgt das „Kiddi- Festival“ am 2. Februar um 15 Uhr und damit der Kinderkarneval. Nach dem „Grand Opening“, der großen Generalprobe am 2. Februar, folgt einen Tag später mit „Sonne, Mond und Schischje“ die erste Abendveranstaltung für Erwachsene um 19 Uhr. Am 4 Februar wird um 15 Uhr der „Rock am Laase­mühlenring“ für die Senioren geboten.

Der „Aliwatschi Street Day“, also der große Karnevalsumzug, findet am 10. Februar ab 13 Uhr statt, mit anschließender Aftershowparty im kleinen und großen Saal. Und schließlich wird am 12. Februar  beim Rosenmontagsball zum „Festival der Liebe“ eingeladen.