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Ein Wirtschaftsstandort trumpft auf

Der offizielle Startschuss: Patrick Weser hält die Eröffnungsrede. Auch in diesem Jahr folgten wieder tausende Besucher der Einladung auf das traditionelle Frühlingsfest.
Der offizielle Startschuss: Patrick Weser hält die Eröffnungsrede. Auch in diesem Jahr folgten wieder tausende Besucher der Einladung auf das traditionelle Frühlingsfest. FOTO: Hummel
Elsterwerda. "Stark in der Region": Unter diesem Motto präsentierten 25 Unternehmen auf dem 19. Frühlingsfest wieder tausenden Besuchern aus der Region und der Ferne ihre Vielfalt und Leistungsfähigkeit. Spaß und Spannung kamen dabei nicht zu kurz. Anja Hummel

Mit der Anneliese-Polka fiel er - der offizielle Startschuss für das 19. Frühlingsfest im Gewerbegebiet Ost. Als Eröffnungsort wurde das Holz-Zentrum-Theile ausgewählt, allerdings nicht zufällig. Denn das Familienunternehmen feiert in diesem Jahr 25. Firmenjubiläum.

Geschäftsführerin Antje Kuna-Theile freut sich außerdem über ein erfolgreiches Frühlingsfest. "Die kauffreudigen Kunden sind da." Trotz einiger dicker Wolken auch schon am Samstag. "Das Wetter kann man sich nicht bestellen", sagt sie. Der Sonntag lieferte dann doch den gewünschten Sonnenschein. Die eifrigen Teilnehmer der Kinder-Holziade ließen sich von nichts ablenken und kegelten mit Kokosnüssen um die Wette.

Bei der Firma Lohse gab es das ganz besondere Foto. Mithilfe eines Farb-Abbildes der Aura wurde das persönliche Energiefeld analysiert. "Wir können uns nicht beschweren", sagt Jacqueline Lohse über den Besucherandrang. Die Milchprodukte von ODW waren so heiß begehrt, dass sich Schlangen bildeten. "Unser Angebot wird richtig klasse angenommen", meint Andreas Heine. Ein Glücksrad garantierte jedem, der daran drehte, einen schmackhaften Gewinn.

Nicht nur die Unternehmen, auch die Gäste erlebten echte Höhenflüge. Auf dem Gelände von Holz-Theile war der Heli kaum gelandet, da hob er auch schon wieder ab. Brigitte Lorenz ließ sich den Rundflug nicht nehmen und war begeistert: "Der Ausblick ist gigantisch. Da sieht man mal die enorme Fläche des Gewerbegebiets auf einem Blick und was hier an Geldern reingesteckt wurde", so die 66-Jährige aus Plessa. Die Freundinnen Kathrin Eichler und Birte Loser zog es nicht zum ersten Mal aufs Frühlingsfest. "Es ist wie immer sehr vielseitig und für jede Generation gibt es etwas. Wir sind eigentlich nur zum Vergnügen da, die Männer machen aber Abstecher in die Firmen", gesteht Kathrin Eichler. Besucher Rainer Pöschel lässt beim Rundgang kein Unternehmen aus. Der Riesaer verbindet den Blick hinter die Kulissen mit dem Kulturangebot. "Die Organisatoren haben sich sehr viel Mühe gegeben. Alles ist schön."

In den Genuss einer ganz besonderen Führung kam weit gereister Besuch: Die Delegationen der beiden Partnerstädte Vreden in Nordrhein-Westfalen und Naklo in Polen besuchten erstmalig das Frühlingsfest und besichtigten unter anderen die Produktionsstätte der Verpackungsfirma Gizeh. Für den stellvertretenden Bürgermeister von Naklo, Krzysztof Blonski, war der Besuch mehr als lohnenswert: "Wir bekommen viele hilfreiche Hinweise für unser Industriegebiet und träumen davon, dass unser Gewerbepark in zehn Jahren so aussieht wie dieser." Auch Vredens Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch ist beeindruckt. "Das Konzept ist breitenkompatibel angelegt, wodurch es gelungen ist, viele Leute auf die Straße zu ziehen." Ebenfalls betont er, dass es im Vergleich zu den Bewohnerzahlen eine ganze Menge Industrie in Elsterwerda gebe. Nach der Führung folgte noch ein Rundgang über das Festgelände.

Einen kleinen Ausblick auf das 20. Frühlingsfest gab es vom Vorsitzenden der Werbegemeinschaft, Patrick Weser, auch: "Es wird noch besser als das 19.", versprach er augenzwinkernd.

Im Rahmen des Frühlingsfestes fand am Samstag auch ein Wirtschaftsforum zum Thema "Vorfahrt für die Wirtschaft" statt. Mehr dazu auf Seite 13.