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Ein wahres Festival der Rhythmen

Der Spielmannszug Hirschfeld bei seinem Auftritt während des Musikfestivals. Unterdessen genießen die Zuschauer das Ereignis im Schatten.
Der Spielmannszug Hirschfeld bei seinem Auftritt während des Musikfestivals. Unterdessen genießen die Zuschauer das Ereignis im Schatten. FOTO: Sattler/sam1
Hirschfeld. Musikfest und zwei Programmabende in Hirschfeld sind wieder ein Genuss für Augen und Ohren. Ministerin ehrt verdienstvolle Gastgeber. Mirko Sattler / sam1

Vielfalt in jeder Hinsicht hat das nunmehr 49. Internationale Musikfest in der Schradengemeinde geboten. Und das nicht nur bei den Abendveranstaltungen, sondern auch bei der großen Musikschau am Sonntagnachmittag. Gleich sieben Klangkörper lieferten sich bei hochsommerlichen Temperaturen im Hirschfelder Zentralstadion ein Stelldichein vor den Augen zahlreicher Zuschauer, die es sich ringsum im Schatten gemütlich gemacht hatten.

Einer, der an diesem Tag für das sächsische Brandenburg warb, war Amtsdirektor Thilo Richter. "Wir befinden uns hier voll im sächsischen Teil von Brandenburg. Aus diesem Grund wollen wir noch mehr Sachsen mit attraktiven Angeboten nach Brandenburg locken. Bei den Spielmannszügen und Klangkörpern klappt es schon", versichert er. Dann nahm er auf der Ehrentribüne neben Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) Platz.

Der Gast aus Potsdam war im Auftrag des Bundespräsidenten in Hirschfeld. Die Ministerin überreichte dem gastgebenden Spielmannszug TV "Deutsche Eiche" Hirschfeld, den es jetzt seit 111 Jahren gibt, die Ehrenplakette "pro Musica". "Ich bin total von dem beeindruckt, was wir hier gesehen haben. Ich habe mir sagen lassen, dass dieses Fest seit 1968 gefeiert wird. Und seit dem Jahr gibt es auch eine ganz besondere Plakette. Ich bin richtig stolz, diese zum ersten Mal in Brandenburg verleihen zu können. Was dieser Verein leistet, ist etwas ganz Großartiges", sprühte Martina Münch vor Hochachtung.

Die Plakette wird jährlich jenen Musikvereinen verliehen, die sich nachweislich seit mehr als 100 Jahren verdient gemacht haben.

Es gab weitere Auszeichnungen. Die Ehrenmedaille in Gold des Märkischen Turnerbundes erhielten die langjährigen Vereinsmitglieder Gerald Klemm und Wolfgang Thieme. "Beide sind herausragende Persönlichkeiten, die mit ihrem Engagement in Hirschfeld ganz viel bewegt haben und noch viel bewegen werden", sagte die Präsidentin des Märkischen Turnerbundes, Birgit Faber.

In einer tollen Show zeigten dann nicht nur die Gastgeber, dass sie mit zu den ganz Großen gehören. Das Marsch- & Drillkontingent aus Oberlichtenau bewies eindrucksvoll, dass es der 14.-beste Klangkörper der Welt ist. "Die Oberlichtenauer verbringen jedes Jahr ihr Trainingslager bei uns. Mal sind es die Erwachsenen, mal der Nachwuchs und eben in diesem Jahr das Marsch- & Drillkontingent. Sie fahren Ende Juli in die Niederlande zur Weltmeisterschaft und wollen diesmal unter die Top Ten kommen", wusste Jonas Roch vom Hirschfelder Spielmannzug. Bereits am Sonnabend zeigten die Sachsen auf der Waldbühne, was sie drauf haben.

"Die Vielfalt, die beim Musikfest gezeigt wird, ist toll. Deshalb gehe ich schon seit Jahren hierher. Das Schöne ist, dass hier auch Größen aus Funk und Fernsehen auftreten. So zum Beispiel in der Vergangenheit schon Helene Fischer, Nino de Angelo und Michelle", sagte Jana Haupt, die den Verein unterstützt. Nach gut drei Stunden Schlaf stand sie am Morgen um 7 Uhr wieder auf der Matte und kümmerte sich um die Verpflegung beim Musikfestival - so wie viele andere ehrenamtliche Helfer, ohne die es nicht geht.