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| 14:10 Uhr

Feuerwehr-Großeinsatz in Elbe-Elster
Ein Toter bei Wohnhausbrand um Mitternacht in Wainsdorf

Das Dachgeschoss dieses Hauses in Wainsdorf brennt am Montag gegen Mitternacht in voller Ausdehnung. Ein Mensch verliert sein Leben.
Das Dachgeschoss dieses Hauses in Wainsdorf brennt am Montag gegen Mitternacht in voller Ausdehnung. Ein Mensch verliert sein Leben. FOTO: LR / Feuerwehr
Wainsdorf. In der Nacht zum Dienstag hat ein Wohnhaus in Wainsdorf in Flammen gestanden. Zwei Bewohner können sich retten. Im Dachgeschoss wird eine Person tot aufgefunden – vermutlich ein Feuerwehrmann. Die Gemeinde Röderland hilft den Brandopfern mit möblierter Wohnung und Bekleidungsgutscheinen. Von Frank Claus und Manfred Feller

Bei einem Wohnhausbrand in Wainsdorf (Gemeinde Röderland) ist eine Person ums Leben gekommen. Die Leitstelle Lausitz ist am Montag, 23.57 Uhr, alarmiert worden. Nach Angaben von Gemeindebrandmeister Fred Ansorge habe das Dachgeschoss beim Eintreffen der Feuerwehr bereits in voller Ausdehnung gebrannt. „Wir haben zunächst im Innenangriff versucht, den Brand zu löschen, mussten aber zurück, da sich das Feuer weiter ausbreitete.“

Im Erdgeschoss des Hauses wohnt ein Ehepaar, das sich in Sicherheit bringen konnte und die eintreffenden Kameraden sofort darauf hinwies, dass im Dachgeschoss eine weitere Person zu Hause ist. Diese Person wurde später mit schweren Brandverletzungen tot aufgefunden. Nach Angaben der Polizei konnte die Leiche aufgrund der erheblichen Brandschäden an dem Gebäude zunächst nicht geborgen werden. Es handele sich wohl um den 66-jährigen Bruder der Ehefrau, zugleich Mitglied der Wainsdorfer Feuerwehr. Endgültigen Aufschluss könne erst eine Obduktion ergeben.

Im Einsatz waren Kameraden der Feuerwehren aus Röderland, Schradenland und Elsterwerda. Insgesamt waren laut der Leitstelle Lausitz 20 Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst mit rund 80 Einsatzkräften vor Ort. Die Kameraden aus der Nachbarstadt Elsterwerda sind mit der Drehleiter angerückt, um den Brand von oben aus bekämpfen zu können. Zudem, so der Gemeindebrandmeister, „haben wir Unterstützung von den Nachbarwehren beim Einsatz von Atemschutzgeräteträgern bekommen.“

Die Polizei wartet am Dienstag auf die Kriminaltechniker.
Die Polizei wartet am Dienstag auf die Kriminaltechniker. FOTO: LR / Manfred Feller

Die Brandbekämpfung dauerte bis zum Dienstagmorgen an. „Gegen 6 Uhr haben wir die letzten Glutnester gelöscht“, so Fred Ansorge, der noch meint: „Es wäre tragisch, wenn einer unserer Männer so ums Leben gekommen ist.“ Die vermutete Person habe sich auch in der Alters- und Ehrenabteilung noch aktiv ins Feuerwehrleben eingebracht.

Die Eheleute aus dem Erdgeschoss sind nach Angaben von Röderland-Bürgermeister Markus Terne, der noch in der Brandnacht am Ereignisort Hilfe angeboten hatte, bei ihrem Sohn in Prösen untergekommen. Die Gemeinde habe am Dienstag eine möblierte Ferienwohnung in Saathain organisiert und händigt den Opfern als Nothilfe Gutscheine aus, damit sie sich neu einkleiden können. Denn bis auf wichtige Dokumente habe das Paar wahrscheinlich durch Feuer und Löschwasser seinen gesamten Hausrat verloren. Der Kontakt zur Versicherung sei hergestellt. Ein Gutachter wolle kommen, um zu klären, ob das Haus noch saniert werden kann.