So ist es auch nicht verwunderlich, dass vor der dritten Auflage des großen Betriebsmannschaften-Turniers erstmals auch ein Team von "außerhalb" gemeldet hat. Die Jungs des Tagebaugroßgerätebauers Takraf aus Lauchhammer bekommen natürlich die "Gastspielgenehmigung" und sind am Sonntag ab 9 Uhr als Debütant mit von der Partie. Auch die anderen beiden Teams in der heutigen vierten Vorstellungsrunde geben ihren Kick-Einstand.Takraf Lauchhammer: Als René Preuß in der Zeitung bei seiner Elsterwerdaer Großmutter die erste Ankündigung für den 3. Firmen-Kick las und seinen Kollegen davon berichtete, stand die Entscheidung in Windeseile. "Alle waren begeistert. Wir wollen unbedingt dabei sein", sagt der 21-jährige Konstruktionsmechaniker, der eine junge, schlagkräftige Takraf-Mannschaft ankündigt. Zurückgreifen könne er schließlich fast ausschließlich auf aktive Kicker, die in Vereinen von Biehla bis Tettau/Schraden das Leder streicheln. Entsprechend hoch sind auch die Ansprüche der Lauchhammeraner, die sich als Exot unter 15 Elbe-Elster-Mannschaften mindestens bis ins Halbfinale kicken wollen. "Das wär' doch schon mal ein Anfang", zeigt sich der junge Teamchef optimistisch und lässt sich auch angesichts der bärenstarken und ambitionierten Konkurrenz nicht beirren. Als Neuling könne man am Sonntag schließlich betont locker auflaufen.Dewitz Lagermontage Elsterwerda: Als David unter so manchem Goliath des Firmen-Kicks könnten gut und gerne die Stahlbaumonteure von Ulf Dewitz aus Elsterwerda bezeichnet werden. Der kleine Betrieb, welcher sich auf den Einbau von Hochregalanlagen in der Industrie spezialisiert hat, zählt gerade elf Mitarbeiter. "Die müssen alle mit am Sonntag. Dafür gibt's am Montag Betriebsruhe wegen Muskelkatergefahr", so der 46-jährige Inhaber, der fast wie die Jungfrau zum Kinde zur Turnierteilnahme kam. Nicht er, sondern seine Ehefrau habe die Meldung bei der RUNDSCHAU abgegeben. "Aber warum nicht? Die Jungs sind heiß und entschlossen, zumindest nicht Letzter werden zu wollen", meint Ulf Dewitz, der für dieses Ziel sogar ein Training angeordnet und durch- gezogen hat. Das nötige Wissen für die passenden Übungseinheiten sollten ihm noch in Erinnerung sein: Schließlich kickte er 25 Jahre aktiv bei der TSG Elsterwerda 74 und bei Motor Biehla im Spielbetrieb.Formteil- und Schraubenwerk Finsterwalde: Als letzter von insgesamt sechs Neulingen lässt es sich in diesem Jahr auch die Finsterwalder "Schraube" nicht nehmen, eine Mannschaft an den Start zu schicken. "Es hat sich rumgesprochen, dass da ein gutes Turnier auf die Beine gestellt wird", meint Winfried Schulz (56), der Mann für alles bei den kickenden Drehern, Umformern und Schlossern im Traditionsbetrieb der Sängerstadt. Zwar könne man in dem 170-Mann-Unternehmen leider nicht unendlich aus dem Vollen schöpfen, was talentierte Fußballer betreffe.

Ein Team aus acht, neun guten Leuten, altersmäßig ordentlich durchgemischt, sei dennoch zu erwarten. "Ab und an sind wir schon als Mannschaft aufgetreten. Bei unserem eigenen Turnier waren wir in diesem Jahr Vierter von acht", deutet Schulz ein ernst zu nehmendes Potenzial an, das vor allem in der routinierten Defensive zu glänzen wisse. Vorne hoffe man auf den Torhunger der jungen Wilden, die es besonders in den Duellen mit den drei anderen Finsterwalder Mannschaften (Kjellberg, Voest Alpine, Galfa) krachen lassen sollen. Auf diese Spiele freuen sich die Schrau- benwerker freilich besonders.