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| 01:29 Uhr

Rudern
Ein „Mühlberger“ siegt mit den Cambridge-Ruderern

Mühlberg.. Das Ruderduell ist inzwischen legendär. Zum 150. Mal ist es Ende März zwischen den englischen Elite-Universitäten Oxford und Cambridge auf der Themse ausgetragen worden. Mit dabei einer, dessen Wurzeln in Mühlberg liegen: Steffen Buschbacher, Enkel des einstigen Landrates des Altkreises Bad Liebenwerda, Andreas Buschbacher. Von Frank Claus

Seit 175 Jahren gibt es den Ruder-Klassiker auf der 6,7 Kilometer langen Themseschleife zwischen den Londoner Stadtteilen Putney und Oxford. Gewonnen hat in diesem Jahr das Team der Cambridge-Universität mit den beiden Deutschen Steffen Buschbacher und Sebastian Meyer an Bord. Cambridge konnte damit den 78. Erfolg verbuchen, Oxford hat 71 Siege.
Steffen Buschbacher ist zum zweiten Mal beim Klassiker dabei und bekam das Startrecht, weil er natürlich exzellent vorbereitet war und zudem gegenwärtig an der Cambridge-Uni zum Doktor der Ökonomie promoviert. Das Talent hat Steffen Buschbacher von seinem Vater Hartmut Buschbacher, der in den Jahren 1969 bis 1974 von Mühlbergs Ruder-Spezialist Werner Kohls trainiert wurde. Später wechselte er zum Leistungszentrum nach Berlin.
In der Folge war der Vater so erfolgreich, dass er sogar zum Nationaltrainer der Frauen in den USA, wo die Familie heute lebt, berufen wurde. Zehn Jahre übte er dieses Amt aus, inzwischen betreibt er eine private Jugendsportschule in den USA.
Steffen Buschbacher, mit dem die RUNDSCHAU gestern telefonierte, berichtete, dass etwa neun Millionen Menschen den Klassiker am Fernseher verfolgt hätten.
Er selbst sei mit seinem Vater im vergangenen Jahr zum letzten Jahr in Mühlberg gewesen. „Mein Vater hängt immer noch am Mühlberger Ruderverein“ , erklärte er, verwies aber darauf, dass er kaum Kontakte zur Elbestadt habe. Werner Kohls war über die Erfolge von Buschbacher Junior und über die Entwicklung von Hartmut Buschbacher bestens informiert. „Wir stehen in ziemlich regelmäßigem Kontakt“ , meinte er. Ob Steffen Buschbacher im nächsten Jahr wieder dabei ist? „Mal sehen“ , meinte der „Mühlberger“ Junge.