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Ein Konzert der Extraklasse

Die Saathainer Kirche war ausverkauft, als Quintessenz am Sonntag vor einem begeistertem Publikum ein Konzert gab.
Die Saathainer Kirche war ausverkauft, als Quintessenz am Sonntag vor einem begeistertem Publikum ein Konzert gab. FOTO: Foto: Rösler
Saathain.. Ein de – toniertes Gesangsquintett, wie auf den Plakaten zu lesen, war es in keiner Weise, ganz im Gegenteil, was die fünf Herren (Markus Hänsel, Tobias Schrader, Martin Müller, Martin Schubert und Holger Steinert) am vergangen Sonntag in der völlig ausverkauften Kirche in Stephan Creuzburg

Saathain boten, war beste Qualität!
Vor einigen Jahren schon einmal in Saxdorf gehört, kann man diesem Quintett eine Steigerung hinsichtlich Homogenität und Esprit bescheinigen. Das zeigte sich gleich zu Anfang bei in Englisch dargebotenen Liedern und bei den gekonnten Anleihen aus dem Beatles-Repertoire, wo sich hervorragende Stimmkultur mit dem Gespür für die Eigenheiten dieses Genres paarten.
Es wäre völlig falsch, wenn man diese Sänger einzeln würdigen wollte - vier sind Angehörige der Semper Oper in Dresden und einer ist Kantor in Freiberg, denn alle zeichneten sich im Verbund, in kleinen Solostellen (herrlich: die Träne) wie auch in der gekonnten und teilweise witzigen Moderation gleichermaßen aus.
Apropos Witz und Humor, die spielten in diesem Konzert eine große und für die Zuhörer eine sehr vergnügliche Rolle. Wie hier bekannte Lieder und Melodien mit einem kleinen Augenzwinkern - auch einem musikalischen - dargeboten wurden, zeugte von Überlegenheit nicht nur musikalischer, sondern auch musikhistorischer.
Es liegt die Vermutung nahe, dass hier ein ausgezeichneter Arrangeur am Werke war, der witzig zum Beispiel in dem Medley deutscher Schlager auch einmal etwas anderes hineinschmuggelte und so Historischem den Staub nahm. Dass die Comedian Harmonists nicht fehlen durften, war klar; die „Schöne Isabella von Kastilien“ war ein Leckerbissen!
Ohne aufgesetzt zu wirken (sogar die Hüte beim Rennsteiglied als Zugabe passten), machten kleine gestische Unterstreichungen das Ganze noch runder, so dass wohl für alle Teile - Künstler, Veranstalter, denen sehr zu danken ist, und natürlich dem Publikum, das dankbar noch Zugaben erzwang - ein vergnügter Vorabend beschert wurde, der zumindest beim Publikum den Wunsch nach baldigem Wiederhören groß werden lässt.