ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:39 Uhr

Ausgezeichnet
Ehre, wem Ehre gebührt

Mit dem Ehrenband der Stadt Elsterwerda hat die Verwaltung verdienstvollen Bürgern Danke gesagt, darunter auch Christa und Eberhard Mittmann (vorn), die zuverlässige Helfer für das Familienzentrum sind. Lesen Sie hier mehr über alle Geehrten.
Mit dem Ehrenband der Stadt Elsterwerda hat die Verwaltung verdienstvollen Bürgern Danke gesagt, darunter auch Christa und Eberhard Mittmann (vorn), die zuverlässige Helfer für das Familienzentrum sind. Lesen Sie hier mehr über alle Geehrten. FOTO: Ansgar Große / LR
Elsterwerda. Die Stadtverwaltung Elsterwerda ehrt zum wiederholten Mal verdienstvolle Bürger. Von Frank Claus

Das hat Tradition: Einmal im Jahr werden in der Stadt Elsterwerda verdienstvolle Bürger in der Veranstaltung „Ehre, wem Ehre gebührt“ gewürdigt. Die Vorschläge kommen von Vereinen, von Bürgern und beschlossen von der Stadtverordnetenversammlung von der Verwaltung.

Daniel Neubert, Carsten Schoder und Mirko Engelmann ist in ihrer Uniform sofort anzusehen, wofür sie stehen – die Feuerwehr. Alle drei, so Bürgermeister Dieter Herrchen, „zeigen ein beispielhaftes Maß an Bürgersinn“. Alle drei stehen in Verantwortung, leisten „einen besonderen Dienst an der Allgemeinheit freiwillig.“

Helene Abu Fadda, so der Bürgermeister, ist „die gute Seele des Holzhofes“, kümmere sich um Trainings- und Spielplanabstimmungen, blitzsaubere Umkleide- und Sanitäranlagen und die Werterhaltung städtischen Eigentums. Ihre Freundlichkeit habe sich bis zum Blumenkorso-Verein nach Rekken herumgesprochen. Die Betreuung der Agreda-Gäste aus den Niederlanden sei vorzüglich gewesen.

Dr. Gustav Bekkers Versöhnungsarbeit nach den leidvollen Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges sei über Elsterwerdas Stadtgrenzen hinaus bekannt. Immer mehr binde er junge Leute ein. Seine Forschungsarbeit sei von unschätzbarem Wert für nachfolgende Generationen, so Bürgermeister Dieter Herrchen. Herzlich dankte er auch Inge Burghardt, der Frau an Dr. Bekkers Seite, die mit ebenso viel Hingabe die Forschungs- und Versöhnungsprojekte unterstütze.

Die Laudatio für Erika und Karli Wiedemann aus Kraupa stammt von der Vorsitzenden des Bürgervereins, Katja Gehre. Ohne die Beiden sei die Wernesgrüner Bierstube nicht denkbar: „Wer in Kraupa  wohnt und zu einer Geburtstags-, Familien oder Schulanfangsfeier einlädt ist froh, dass es Erika und Karli Wiedemann gibt. Beide helfen beim Betrieb der Gaststube. Erika ist die gute Seele in der Küche und Karli kümmert sich ums Drumherum. Der Kachelofen im Gastraum ist zu heizen, am Außengelände immer was zu werkeln. Ich habe in den vielen Jahren, in denen  beide helfen, noch keinen  erlebt, der hungrig von einer Feier kam oder dem es nicht geschmeckt hat.  Muss man unbedingt mal probieren, Erikas Kartoffelsalat oder die selbstgemachte Sülze. (...) Selbst wenn der Anlass eher traurig ist, wenn sich eine Gesellschaft nach einer Trauerfeier zusammensetzt, Erika und Karli haben dann ganz leise und ohne Aufhebens die Kaffeetafel gerichtet.“

Helga Zölter ist seit 1976 Mitglied im Kammerchor in Elsterwerda, seit 1985 1. Vorsitzende. In der Laudatio heißt es: „Von den Chormitgliedern wird Helga Zöllter als engagierte, aufopferungsvolle und gewissenhafte Person beschrieben. In ihrer Funktion als Vorsitzende hält sie die Verbindung zum brandenburgischen Chorverband, kümmert sich um die Bestandserhebungen, nimmt Einladungen des Brandenburgischen Chorverbandes zu verschiedenen Veranstaltungen wahr und organisiert das Vereinsleben. Dies beinhaltet nicht nur die Organisation und terminliche Abstimmung der Chorkonzerte, sondern auch Geburtstagsgratulationen, Krankenbesuche und die Ausgestaltung der jährlichen Weihnachtsfeier mit Berichterstattung zur geleisteten Chorarbeit.“

Christa und Eberhard Mittmann aus Bad Liebenwerda sind zuverlässige Partner des Familienhilfevereins Elsterwerda, berichtet Uta Petersen, Chefin des Familienzentrums, und würdigt das seit zehn Jahren bestehende Engagement zur Ausrichtung der Kindertagsfeier. Etwa 50 Personen sind dabei und alle Unkosten trägt Familie Mittmann persönlich. Uta Petersen: „Wer weiß, was es heißt, Feste zu organisieren, ist sich darüber im Klaren, wie viel Kraft und Engagement für so etwas vonnöten ist.“

Isolde Engelmann ist seit vielen Jahren Mitglied im Familienzentrum. „Sie hat im Rahmen einer Einzelfallhilfe ein Kind oft am Nachmittag betreut und somit vorleben können, wie man sinnvoll seine Freizeit verbringt“, so Uta Petersen, die auch erklärt, dass von der „offenen, zugewandten Art und der positiven Einstellung“ von Isolde Engelmann Menschen auch in „scheinbar ausweglosen Situationen wieder neuen Mut schöpfen“.

Ingrid Kirbach ist die „Feuerwehr“ im Betreuten Wohnen in der Friedrich-Engels-Straße in Elsterwerda. Auch im Ruhestand ist die Krankenschwester für Mitbewohner da, wenn nötig auch rund um die Uhr, wie Patrick Weser im Auftrag des Seniorenrates würdigt. Weil sie nie den Humor verliere, sei sie für viele ein liebevoller Mutmacher, der auch auf „hochbetagte Menschen gefühlvoll eingeht“.