Ein Zugführer hatte während der Vorbeifahrt den Brand an der Lok des Güterzuges bemerkt und einen Notruf abgesetzt. Der Zug, der sich auf dem Weg von Riesa nach Magdeburg befand, wurde daraufhin auf das Gleis 2 des unteren Bahnhofs gelenkt und war dort angehalten worden.
Schnell wurde ermittelt, dass einer der Fahrmotoren, die auf der Achse liegen, in Brand geraten war. Von außen konnte dieses Feuer nicht gelöscht werden, da man einen Brand im Motoren-Innenraum nur über die Lüftungsschächte löschen kann. Zwei Kameraden der Falkenberger Wehr mussten unter Atemschutz ins Lokinnere, um Schaum durch die Schlitze in den Motorenraum zu blasen.
Sören Diecke, amtierender Amtsbrandmeister, sagte im RUNDSCHAU-Gespräch: „Dass wir diesen komplizierten Brand so schnell unter Kontrolle bringen konnten, war nur dank der intensiven Schulungen möglich, die wir mit den Notfallmanagern der Bahn regelmäßig absolvieren.“ Diecke lobte auch die guten Unterlagen der Bahn, die der Feuerwehr zur Verfügung stünden.