Das Vorhaben sei lobenswert, aber es passe nicht zum Projekt des Landes Brandenburg, weil diesbezüglich keine Gymnasien als Ganztagsschulen gefördert werden, eröffnete Detlev Leißner (SPD) den Reigen der Diskussion. „Das ist lobenswert vom Gymnasium, etwas für den Schulstandort zu tun und ein positiver Ansatz“ , sagte auch Helmut Andrack (PDS). Aber die Eckpunkte des Landes Brandenburg zur Weiterentwicklung und Ausweitung von Ganztagsangeboten an allgemein bildenden Schulen im Land Brandenburg würden Gymnasien nicht mit einbeziehen. Daher könne die PDS-Fraktion nicht zustimmen.
Ihm sei davon nichts bekannt, entgegnete wiederum Thomas Richter (CDU), Vorsitzender des Stadtparlaments. Schulleiter Eberhard Heise brach eine Lanze für sein Vorhaben und betonte, dass auch Gymnasien gefördert würden. Auch Bürgermeister Horst Große (CDU) argumentierte für den Antrag. Er sei nicht zu Ende gedacht. Es gebe noch finanzielle Fragen zu klären, hielt Helmut Andrack dagegen. Es gehe heute nicht um die Finanzen, sondern erst einmal darum, eine Ganztagsschule zu beantragen. Die Entscheidung darüber treffe letztendlich das Staatliche Schulamt und das Ministerium, kämpfte Heise für sein Gymnasium.
Der amtierende Landrat Joachim Pfützner hätte dazu Stellung nehmen können, wollte aber bewusst die Abstimmung nicht beeinflussen und erst danach sprechen. Mit sieben Enthaltungen wurde schließlich der Antrag auf den Weg gebracht.
„Ich tue alles, was Schule in Qualität und Angebot verbessert. Aber Gymnasien seien bei einer Förderung durch das Land nicht einbezogen. Zudem gilt dieses Gymnasium als nicht gesicherter Schulstandort. Ich würde Ihnen wünschen, dass sie es schaffen“ , sagte Joachim Pfützner dennoch.