ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 11:51 Uhr

Diesmal Besucherflaute beim Thalberger Pferdemarkt

Beim Thalberger Pferdemarkt gab es wieder allerhand zu sehen und zu kaufen. Dennoch verzeichneten die Veranstalter weniger Besucher als gewohnt, da zeitglich andere Veranstaltungen in der Stadt und der Region stattfanden.
Beim Thalberger Pferdemarkt gab es wieder allerhand zu sehen und zu kaufen. Dennoch verzeichneten die Veranstalter weniger Besucher als gewohnt, da zeitglich andere Veranstaltungen in der Stadt und der Region stattfanden. FOTO: Veit Rösler
Thalberg.. Mit jeder Menge Programmpunkten, aber mit weniger Besuchern als in den vergangenen Jahren, konnte in diesem Jahr der traditionelle Thalberger Pferdemarkt aufwarten. Der Grund für die etwas flaue Resonanz, die am Ende etwa 4000 Besucher zählen ließ, war schnell ausgemacht. Eine Vielzahl von anderen Veranstaltungen in der Umgebung und das kurzfristig anberaumte Rosenfest in Bad Liebenwerda waren nach Meinung des Vorstandes des Heimatvereins die Gründe. Veit Rösler

Terminüberschneidung
„Wir haben uns über die Stadt Bad Liebenwerda etwas geärgert. Am Jahresanfang werden alle Termine an die Stadtverwaltung übergeben. Da hätte man etwas besser darauf achten können“, meinte Gunter Weiland vom Vorstand. Gemeinsam mit Hartmut Arlt, Eberhardt Gessner und Waldemar Schmidt hält er in dem 65 Mitglieder starken Heimatverein die Fäden in der Hand.
Bad Liebenwerdas angehender Bürgermeister Thomas Richter versprach bei der Eröffnung persönlich auf solche Terminüberschneidungen zu achten. Für nächstes Jahr steht so bereits der 19. bis 21. August mit roter Schrift im Kalender. Immerhin konnten die Thalberger in der Geschichte ihres Pferdemarktes an allen drei Tagen schon über 50 000 Besucher zählen. Und noch ein Grund sieht Gunter Weiland in der zurückgehenden Resonanz: Weniger Geld in den Taschen der Menschen.
So kamen denn auch mit 31 teilnehmenden Pferden weitaus weniger Händler als im letzten Jahr, als es noch über 50 waren. Vor allem die Kinder interessierten sich für die vielen Tiere. Neben Pferden verschiedenster Rassen und jeden Alters gab es vom Goldhamster über das Federvieh bis hin zum Esel fast alles zu sehen, was die heimische Tierwelt zu bieten hat. Die Älteren unter den Festgästen zogen dagegen mit mächtigen Topfpflanzen oder mit säckeweise verpackten "neuen Kartoffeln" in Richtung Heimat.

Schönes Kulturprogramm
Die Organisatoren des Festes wollen den bäuerlichen Charakter der Veranstaltung noch stärker in den Vordergrund stellen. In diesem Sinne sorgte die Trachtengruppe aus Knippelsdorf für ein volles Festzelt. Sie zeigten volkstümliche Tänze aus verschiedenen Epochen und anderen Ländern Europas. Eine Augen- und Ohrenweide, der Zillertaler Hochzeitsmarsch.
Bretter und Balken nicht aus dem Baumarkt, sondern direkt aus dem Wald, dafür stehen Christian Trabant und Paul Ulrich aus Thalberg. Mit ihrem mobilen Sägewerk gaben sie am Samstag und Sonntag Einblicke in die Produktion von Schnittholz. Der Clou – das kleine Sägewerk kann direkt zur Holzernte gefahren werden.

Jede Menge Zubehör
Vor allem der Zubehörhandel für das Pferdewesen hat Thalberg seit langem fest im Terminkalender. Der Zubehörmarkt präsentierte tausende Utensilien um Pferd und Reitsport, vom Hufnagel, über das Zaumzeug, den Sattel bis hin zur kompletten Pferdekutsche. Pokale, Pferdedecken und Halfter ganz umsonst, gab es für die schönsten Tiere des Pferdemarktes.
So wurde Harry Richter aus Oschätzchen gleich zweimal für sein „Mini-Shetland-Pony“ und eine „Lewitzer Schecke“ prämiert. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Karl Müller aus Lugau mit seinem „Deutschen Reitpony“, Jeck Volker aus Beutersitz mit einem „Shetlandpony“, Hartmut Naumann aus Tettau mit einem „Reitpony“, Wolfgang Lösche aus Herzberg mit einem „Mini Pony“ und Franz Seidling aus Lauchhammer mit einem „Sächsischen Reitpferd“.