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| 18:17 Uhr

Umwelt
Dieselruß aus Baumaschinen

Elbe-Elster. Angesicht der Gesundheitsgefahr für Arbeiter fordert Gewerkschaft Partikelfilter.

Baustellen in Elbe-Elster sollen rußfrei werden: Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) warnt vor der Gesundheitsgefahr durch Diesel-Baumaschinen. „Egal ob Bagger, Walze oder Radlader – die Dieselrösser vom Bau sind ein riesiges Umwelt- und Gesundheitsproblem“, sagt Regina Grüneberg. Nach Einschätzung der IG BAU-Bezirksvorsitzenden haben Bauarbeiter ein besonders hohes Risiko für Lungen- und Kreislauferkrankungen.

Die IG BAU Südbrandenburg fordert deshalb eine Rußpartikelfilter-Pflicht für die Baubranche. „Bei Diesel-Autos ist ein Filter schon seit zehn Jahren vorgeschrieben.Derzeit wird zudem über die Verschärfung der Abgasnormen diskutiert. Es kann nicht sein, dass man auf der anderen Seite bei den besonders großen Luftverpestern wie Radladern beide Augen zudrückt“, kritisiert Regina Grüneberg.

Ein verpflichtender Rußpartikelfilter sei ein wichtiger Beitrag zum Arbeitsschutz für die rund 1530 Bauarbeiter im Landkreis Elbe-Elster. „Sie stehen täglich im Diesel-Dunst und atmen Emissionen ein, die nicht nur krebserregend sind, sondern auch bis zum Herzinfarkt führen können“, unterstreicht die Gewerkschafterin. Auch Anwohner von Baustellen würden durch den flächendeckenden Einsatz von Filtern wirksam geschützt. In manchen Städten machten ungefilterte Dieselabgase von Baumaschinen bis zu einem Viertel aller Stickoxid-Emissionen aus, so die IG BAU.

Zwar gebe es bereits eine finanzielle Unterstützung für Unternehmer, die nachträglich einen Partikelfilter einbauen lassen. Bis zu 2000 Euro können sie dafür von der Berufsgenossenschaft Bau bekommen. „Doch um wirklich eine bessere Atemluft zu erreichen, reicht das nicht aus. Der Staat muss – wie heute schon in der Schweiz – den Partikelfilter vorschreiben und per Nachrüstprämie oder direkten Zuschüssen für die Neuanschaffung flankieren“, fordert Regina Grüneberg.

(red/mf)