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Die Trommeln für das Großevent rühren

Mit viel Elan und großer Freude sind die Trommler von "Natsumi Taiko" nicht nur bei ihren Auftritten zu erleben, sondern jetzt auch am Organisieren des großen Workshops mit anschließendem öffentlichen Auftritt in Falkenberg.
Mit viel Elan und großer Freude sind die Trommler von "Natsumi Taiko" nicht nur bei ihren Auftritten zu erleben, sondern jetzt auch am Organisieren des großen Workshops mit anschließendem öffentlichen Auftritt in Falkenberg. FOTO: Zeidler
Bad Liebenwerda/Falkenberg. Die Trommler von "Natsumi Taiko" können sich keinen "Winterschlaf" leisten, denn es heißt, kräftig die Trommeln für das große Event zu rühren. Das "Trommeln des Ostens" soll dann zuerst das Haus des Gastes in Falkenberg bei einem Workshop und abschließend bei einer öffentlichen Veranstaltung am 1. April füllen. Sylvia Kunze

Die Vorbereitungen für das Großevent, das es in solcher Form hier in der Region noch nicht gegeben hat, laufen bereits seit Wochen. Die Gastgeber der in Bad Liebenwerda ansässigen Trommlergruppe "Natsumi Taiko" legen sich dabei richtig ins Zeug - sowohl trommeltechnisch versteht sich, aber in erster Linie auch erst einmal in organisatorischer Hinsicht. Vereinsvorsitzende Kerstin Lorenz und ihr Mann Mario berichten von der Idee, die dahintersteht: "Wir wollen beim Workshop und beim nachfolgenden gemeinsamen öffentlichen Auftritt die japanischen Trommelvereine des Ostens zusammen auf eine Bühne bringen."

Das sind, haben sie in Erfahrung gebracht, nämlich gar nicht so viele. Kontakte wurden in der vergangenen Zeit zu Gleichgesinnten in Chemnitz, Dresden, Magdeburg und Berlin geknüpft. Nur die Berliner Truppe, die das Trommeln professionell betreibt, haben alle ihr Kommen und ihre Mitarbeit signalisiert. Erste Kontakte wurden eigentlich geknüpft, um Anregungen für die eigene Gruppe, die im vergangenen Jahr den richtigen "Durchbruch" erlebte, zu erhalten. 2016 haben es die Hobbytrommler geschafft, einen Übungsraum in Bad Liebenwerda herzurichten und mit großem Interesse der Öffentlichkeit einzuweihen. Außerdem stehen 66 Auftritte zu Buche. Hinzu kommen immer mehr Workshops, die im Übungsraum angeboten werden. Für 2017 hat "Natsumi Taiko" bereits 34 Termine im Plan. Der Anspruch der Truppe: "Wir wollen die Leute mit unserer Musik überraschen. Wir wollen, dass sie mal abschalten können", sagt Kerstin Lorenz.

Sie weiß, dass jede Gruppe dabei ihren eigenen Stil entwickelt. Die Bad Liebenwerdaer selbst fallen mit ihren ausladenden Gesten auf, die Chemnitzer und Dresdener spielen sehr traditionell, die Magdeburger achten besonders auf die Technik. "Aber auch wenn wir sehr unterschiedlich an das Spielen der Stücke gehen, so waren wir doch alle sehr schnell auf einer Wellenlänge", schiebt Mario Lorenz nach.

Die Idee, die vier Gruppen zusammenzuholen und was Gemeinsames zu machen, kam gut an. "Während in westlichen Bundesländern unter den japanischen Trommelgruppen eine harte Konkurrenz herrscht, wollen wir zeigen, dass es auch anders geht", sagt die Vereinschefin.

Die Absprachen unter den vier Gruppen sind getätigt. Ein erster gemeinsamer Workshop in Vorbereitung der Veranstaltung am 1. April in Falkenberg hat bereits Ende des vergangenen Jahres stattgefunden. Ein weiterer soll im März folgen.

Worüber sich die Organisatoren besonders freuen: Den großen Workshop vor dem Auftritt aller vier Gruppen (sowohl einzeln als auch mit zwei Stücken gemeinsam) im Falkenberger Haus des Gastes begleitet die Komponistin Sayuri Ito - eine Größe in der Taiko-Szene. Von ihr versprechen sich alle viele Anregungen und Tipps für die weitere Arbeit.

Der Auftritt wird außerdem etwas Besonderes, "weil es der erste große öffentliche in unserer Heimatstadt ist", verraten Lorenzes. "Natsumi Taiko" habe inzwischen in vielen Orten gespielt, aber noch nicht in Falkenberg. Premiere im kleineren Rahmen ist beim städtischen Neujahrsempfang am 25. Januar.

"Trommeln des Ostens" am 1. April in Falkenberg im Haus des Gastes, 20 Uhr Beginn der öffentlichen Veranstaltung, Eintritt zehn Euro pro Person, Vorverkauf im Haus des Gastes in Falkenberg, im Café Beeg in Bad Liebenwerda und bei Familie Lorenz in Falkenberg