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Die Tradition des Reiterfestes lebt weiter

Kutschenkorso ist in Oschätzchen traditionell ein Publikumsmagnet.
Kutschenkorso ist in Oschätzchen traditionell ein Publikumsmagnet. FOTO: sam1
Oschätzchen. Bei herrlichem Sonnenschein und fast schon hochsommerlichen Temperaturen hat die Reitsportgemeinschaft Oschätzchen ihr traditionelles Reiterfest durchgeführt. "Wir können heute 28 Vereine begrüßen, die den Weg zu uns gefunden haben. Mirko Sattler / sam1

In allen Prüfungen standen bei uns heute insgesamt 180 Starts auf den Plan", verriet Aileen Richter vom veranstaltenden Verein. Das Reiterfest ist vor allem bei den jungen Reitern sehr beliebt. "Hier können sich die Anfänger ausprobieren und erste Erfahrungen sammeln, bevor es dann zu größeren Turnieren geht. Unser Reiterfest stellt die Basis für künftige Wettbewerbe dar", so die 30-Jährige weiter, die im Oschätzchener Verein die Kinder und Jugendlichen betreut. Von den 20 Kindern, die im Verein organisiert sind, gingen zehn an den Start. Unter ihnen war Nathalie Wittig. "Zum Reitsport bin ich über meine Eltern gekommen, die Pferde besitzen. Derzeit reite ich in den Klassen E und A, wobei die A die schwierigere Klasse ist. Das Besondere am Pferdesport ist, dass es Spaß macht und ich den Alltag einmal Alltag sein lassen kann. Für die Arbeit mit den Pferden muss man ein Gefühl entwickeln", erklärte die 15-Jährige aus Oschätzchen, die in der Dressur und im Springen reitet.

Seit einem Jahr reitet Lucia Hadlich in Dreska. "Zum Reiten bin ich durch meine Schwester gekommen, die ebenfalls reitet. Außerdem mag ich Tiere", sagte die 7-Jährige aus Lauchhammer, die sich auf Pferd Lissy in der Kategorie Führzügel den Prüfern stellte.

Ein alter Hase, was das Arbeiten mit Pferden anbelangt, ist Frank Seidling aus Lauchhammer. Mit seinem Mückenberger Reit- und Fahrtourismus ging er mit insgesamt sieben Pferden an den Start. "Wir starten in der Dressur und beim Kutschenfahren. Während unsere vier Kinder in den Wettbewerben der Führzügel und Dressur starten, starten wir Erwachsenen mit Groß- und Kleinpferden in der Kategorie Kutsche", verriet der 47-Jährige, während er den Kurs für den Kutschenwettbewerb ablief. Hinterher meinte er, dass er leichter zu fahren wäre als in Schwarzbach (Oberspreewald-Lausitz), wo er wiederholt zweite und dritte Plätze belegt hatte. Unter anderem mit 89 Sekunden, 103 Sekunden und 106 Sekunden gingen seine Pferde in die Wertung ein.

Die 20 aktiven Mitglieder der Reitsportgemeinschaft ließen mit der Unterstützung vieler ehrenamtlicher Helfer die Tradition des Reiterfestes weiterleben. Ins Leben gerufen hat es einst Vereinsgründer Heino Manig im Jahr 1954. Er überredete Bauern nach der Heuernte zu kleinen Wettbewerben mit ihren Pferden. Die Tradition des Reiterfestes in Oschätzchen war geboren. Dass das Fest bei den Besuchern und Reitern ankommt, zeigen die Menschen, die auf dem Platz sind. Von Jahr zu Jahr werden es mehr.