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Kleintierzüchter
18. Elsterschau in Plessa mit Licht und Schatten für die Züchter

Geflügelzüchter Fred Walther (56) aus Gorden zeigt Mareike und Amy Rohsius aus Hamburg seine Henne Zwerg-Sussex grau/silber.
Geflügelzüchter Fred Walther (56) aus Gorden zeigt Mareike und Amy Rohsius aus Hamburg seine Henne Zwerg-Sussex grau/silber. FOTO: Mirko Sattler
Plessa. Zum nunmehr 18. Mal veranstalteten die Züchter des Kleintierzuchtvereines Plessa ihre Elstertalschau.In diesem Jahr waren es weniger Kaninchen als sonst. Die Chinaseuche II macht den Züchtern zu schaffen.

Zum nunmehr 18. Mal veranstalteten die Züchter des Kleintierzuchtvereines Plessa ihre Elstertalschau.  Waren in den zurückliegenden Jahren Kaninchen und Geflügel weitestgehend gleich stark vertreten, so konnten die Veranstalter in diesem Jahr dem Publikum nur insgesamt 16 Kaninchen zeigen, zwölf davon gingen  in die Wertung ein.

Einer der wenigen, der seine Kaninchen ausstellen konnte war der stellvertretende Vereinschef. „Viele Kaninchenhalter haben ihre Tiere durch die Chinaseuche II  eingebüßt. Ich nicht. Meine Tiere wurden jedenfalls nur gegen die Chinaseuche I  und gegen Myxomatose, der sogenannten Kaninchenpest geimpft“, verriet Peter Jarick, der seit 1976 Kaninchen züchtet. Für ihn ist es unverständlich, warum es keinen Impfstoff für die Chinaseuche II in Deutschland zu kaufen gibt. Dieser muss über Umwege erst in Frankreich beschafft werden. Dementsprechend schlagen auch die Impfkosten von bis zu 13 Euro pro Tier und Impfung mächtig ins Kontor. „Persönlich glaube ich nicht an eine Invasion des gefährlicheren Virus. Es sind noch viele Fragen offen, ob die Tiere wirklich an dem neuen Virus verendet sind. Die wenigsten Züchter lassen ihre Tiere daraufhin am Ende untersuchen“, so der erfolgreiche Züchter weiter, der in diesem Jahr 30 neue Tiere mit einer Tiernummer versehen konnte. Zwar hat er keines seiner Tiere verloren, doch zufrieden war er mit seiner diesjährigen Zucht nicht. „Bei meinen Tieren reichen die Kriterien für eine gute Bewertung in diesem Jahr nicht aus. Außerdem ist meine Auswahl viel zu klein für eine große Schau auf Kreis oder Landesebene“, so der Züchter weiter.
Nicht nur die Kaninchenzüchter haben mit gefährlichen Viren zu tun. Auch die Geflügelzüchter können ein Lied von der Vogelgrippe singen. Seit acht Jahren züchtet Fred Walther Zwerghühner der Rasse Zwerg-Sussex in den Farbschlägen schwarz/gelb und grau/ silber. Seit acht Jahren stellt der Hobbyzüchter, wie er selbst von sich behauptet, bei der eigenen Vereinsschau aus. Bisher war er schon drei Mal bei der Lipzia-Ausstellung in Leipzig.

Im vergangenen Jahr hatte er zehn Tiere gemeldet und bereits das Startgeld gezahlt. Dann kam die Vogelgrippe und die Ausstellung wurde abgesagt.  Bis auf ein Drittel der Kosten habe er sein Geld wieder bekommen, doch das Schlimme war, dass er seine Tieren nicht mit einem guten Preis verkaufen konnte. „So landeten sie für ein Bruchteil des Preises im Suppentopf“, meint der 56-Jährige, der täglich zwischen einer halben Stunde und acht Stunden für seine Tiere opfert. Sein
Hobby konnte er nun an seinen Sohn weitergeben, der diesmal mehr Glück hatte. Seine Tiere konnte er alle verkaufen.

In diesem Jahr nahmen an der 18. Elstertalschau 22 Aussteller aus der näheren Umgebung bis nach Lauchhammer oder Zobersdorf mit insgesamt 200 Tieren teil.