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Die neue Kreuzung entsteht

Die neue Kreuzung an der Tankstelle Haidchensberg bei Dobra. Anstelle eines Kreisverkehrs wird es zwei Kreuzungen mit Ampelregelungen geben.
Die neue Kreuzung an der Tankstelle Haidchensberg bei Dobra. Anstelle eines Kreisverkehrs wird es zwei Kreuzungen mit Ampelregelungen geben. FOTO: Jens Berger
Bad Liebenwerda. Es flutscht. Das spürt man. Auch bei der Bauberatung am Mittwoch in Bad Liebenwerda. In aller Ruhe werden die Arbeiten auf den jeweiligen Bauabschnitten der im Bau befindlichen B-183-Ortsumfahrung Bad Liebenwerda besprochen, Modalitäten zur Bauausführung und Zwischenrechnungslegung geklärt. Frank Claus

Längst sind sie ein eingespieltes Team. Bauüberwacher Volker Fuhrmann fungiert als "Versammlungsleiter", die Bauleiter Fabian Heilig (Hentschke Bau GmbH; für den Brückenbau verantwortlich) und Holm Liegert (Richard Schulz Tiefbau GmbH; zuständig für den Straßenbau) agieren eng abgestimmt. Clemens Bär vom Landesbetrieb Straßenwesen Elsterwerda und Steffen Rostin aus dem Bad Liebenwerdaer Rathauses werden in alle Details der Bauausführung eingeweiht.

Volker Fuhrmann kann einen nächsten Haken setzen. Der Abschnitt zwischen der Kreuzung (Straße nach Oschätzchen) und Brücke Zobersdorf ist fertig. Die Straße ist asphaltiert. Die Strabag hat fristgerecht gearbeitet. Fahrbahnmarkierungen und Leitplanken werden für die gesamte 5,2-Kilometer-Trasse der Ortsumfahrung später noch in einem Zug aufgebracht beziehungsweise montiert. Auch alle übrigen Bauabschnitte liegen weiter im Plan. Im September 2018 soll die etwas mehr als 30 Millionen Euro teure Umgehungsstraße eingeweiht werden.

Die Schwerpunkte bilden jetzt der Kreuzungsbereich am Haidchensberg und der Neubau der Brücke über die Schwarze Elster. Die Asphaltfertiger sind an der Kreuzung seit vergangener Woche am Werk. Die Tragschicht ist weitgehend drin. Auf einen genauen Freigabetermin möchte sich Volker Fuhrmann dennoch nicht festlegen. "Der hängt nicht nur von uns ab, sondern davon, wie Schildertafeln geliefert und die Ampelanlagen montiert werden", sagt er. Deshalb bleibt er bei der Aussage, die er schon beim Baustellenspaziergang gegeben hat: "Wir geben auf jeden Fall noch im Herbst den Abschnitt frei." Das betrifft auch das momentan gesperrte Stück der B 101 nach Herzberg. Dort ist die Brücke verbreitert worden, um so Raum für eine Linksabbiegerspur nach Dobra zu schaffen. Mindestens vier Wochen werden die Bauarbeiten dort noch laufen. "Wir müssen das Anschlussstück noch abdichten, asphaltieren und die Kleinarbeiten erledigen", sagt der zuständige Bauleiter. Solange bleibt die Bergstraße in Bad Liebenwerda noch Umleitungsstrecke.

Deutlich sichtbar sind die Fortschritte an der Elsterbrücke. Das letzte "Landfeld" der Brücke ist fertig, nun geht es in den Freivorbau über den Fluss. Beidseitig ist die Bewehrung montiert. Nicht mehr lange, und die ersten Meter werden betoniert. Der Freivorbau ist gewählt worden, weil es im Flussbereich keinen weiteren Pfeiler geben soll.

Anfragen von Bürgern, die sich verwundert über die hohe Dammschüttung auf der Zeischaer Brücke gezeigt haben, beantwortet Volker Fuhrmann gern. "Das ist ein ganz normales Dammbauverfahren. Die Brücke darunter ist ja deshalb breiter gewählt worden." Dass dennoch beiderseits Geländer angebracht wurden, hänge mit den Sicherheitsvorschriften zusammen, die für das Mähen der Dämme vorgeschrieben sind.