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| 02:37 Uhr

Die Hochzeitsglocken läuten im Elbe-Elster-Kreis

FOTO: F. Claus
Kurstadtregion. Im Mai 2015 haben sie sich den Verlobungsring aufgesteckt. Nun benennt die Kurstadtregion ihren Heiratstermin: Sommer 2019. Unklar ist noch der Familienname. Frank Claus

Jetzt steht es schwarz auf weiß: In der Kurstadtregion, zu der die Städte Falkenberg, Bad Liebenwerda, Mühlberg und Uebigau-Wahrenbrück gehören, soll im Sommer 2019 Hochzeit gefeiert werden. Der Ehestatus klingt noch etwas dröge: Amtsgemeinde. Das könnte sich je nach Entscheidung des Landtages noch ändern. Auch der Familienname ist noch unklar. Kurstadtregion dürfte so nicht durchgehen. Obwohl: Dann könnte der neue Bürgermeister ja wieder Kurfürst heißen. Spaß beiseite: Wer künftig Chef im Hause wird, entscheiden die Bürger. Aus den jetzigen vier Stadtverordnetenversammlungen wird dann eine Amtsgemeindevertretung und auch die wird wie der neue Amtsgemeinde-Bürgermeister vom Volk gewählt. In den jetzigen vier Städten wird es ehrenamtliche Bürgermeister und Ortsgemeinderäte geben.

Dass Bad Liebenwerda indes der neue Hauptsitz wird, scheint wahrscheinlich. Falkenbergs Bürgermeister Herold Quick (parteilos) sieht wie seine Kollegen die größte Ausstrahlungskraft in der Kurstadt, sagt aber, dass auch das mit den Abgeordneten der jetzigen Stadtparlamente wie auch alle anderen Fragen noch besprochen werde. Sicher sei: Jede der jetzigen vier Städte behalte Anlaufstellen in den jetzigen Rathäusern. Entschieden sei auch noch nicht, ob es künftig zwei Verwaltungsstellen der neuen Amtsgemeinde geben wird. Herold Quick, der nun auch den Vorsitz des Kooperationsrates von Bad Liebenwerdas Bürgermeister Thomas Richter (CDU) übernommen hat, sieht die Kur- stadtregion immer besser aufgestellt. "Ich denke, hier hat jetzt wirklich keiner mehr das Gefühl, untergebuttert zu werden."

Das sei auch der Eindruck einer Beratung aller vier Dienststellenleitungen in Mühlberg gewesen. "Alle haben sehr erfreut zur Kenntnis genommen, wie gut das jetzt in Bad Liebenwerda zentralisierte Standesamt arbeitet. Die zwei Standesbeamtinnen sind hoch motiviert und berichteten, dass es keine Probleme gebe." Insgesamt etwa 80 Trauungen seien bereits vollzogen worden, mitunter habe es da die eine oder andere Überschneidung beim Hochzeits-Wunschtermin gegeben.

Intensiv werde jetzt an der Organisation der weiteren Verwaltungsstrukturen gearbeitet. Herold Quick: "Wir haben uns alle das Personaltableau offen gelegt und erkannt, dass wir in zehn Jahren, wenn Betroffene ordentlich in Rente gehen, nur noch 58 Prozent unseres jetzigen Personals haben. Keiner muss in der Verwaltung Angst haben, seinen Job zu verlieren."

Fazit: Die Liebe zwischen Bad Liebenwerda, Falkenberg, Uebigau-Wahrenbrück und Mühlberg hat längst Betriebstemperatur erreicht. Die Eheschließung kann aber dennoch mangels gesetzlicher Grundlage jetzt noch nicht vollzogen werden. Die Landesregierung, so Wolfgang Brandt, Pressesprecher im Innenministerium, wolle im Frühsommer beraten und den Gesetzentwurf dann dem Landtag vorlegen.