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| 02:37 Uhr

Die "Herren" balzen noch sehr zögerlich

Bad Liebenwerda. Der erste Teil der diesjährigen Fangaktion in Schweden hat begonnen. Am Sonntag ist der Auerhuhn-Projektverantwortliche Dr. Alexander Zimmermann mit weiteren vier Mitstreitern nach Schweden aufgebrochen. Frank Claus

Inzwischen haben sie ihr Zielgebiet in der Provinz Darlana in Mittelschweden erreicht. Via Fähre ging es von Rostock nach Trelleborg und von dort aus ins Landesinnere in die Nähe der Olympiastadt Falun. "Die erste Nacht im Zelt liegt hinter uns. Wir haben mitten im Wald die Balzplätze der Auerhähne beobachtet und versucht, ihre Rufe ausfindig zu machen. In der ersten Nacht waren die noch sehr verhalten", berichtet Dr. Zimmermann gestern am Telefon. Schnee liege im Gebiet nicht mehr, tagsüber wurden gestern fünf Grad Plus, nachts drei Grad Minus gemessen. Der Auerhuhn-Fang ist ein schwieriges Unterfangen, da die Hähne in der Balz sehr sensibel reagieren. Inzwischen seien die entsprechenden Netze aufgestellt worden. Die Fangaktion geht bis Ende dieser Woche. Männliche Tiere können nicht in Volieren zwischengehalten werden. Sie müssen sehr schnell mit dem Auto nach Deutschland transportiert werden. Bis zu 60 Tiere dürfen die Mitarbeiter des Pilotprojektes "Auerhuhn-Wiederansiedlung" in diesem Jahr in Schweden fangen.