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Die halbe Welt zu Gast in Mühlberg

Mühlberg. Am vergangenen Wochenende sind erstmals nach Erneuerung der historischen Hallen die Türen des Museum "Mühlberg 1547" geöffnet worden. Aus diesem Anlass kamen mehr als 2100 Besucher – auch aus der Ferne.

Wer vor Ort war und was rundherum passierte, verrät Hannelore Brendel im Gespräch mit der Rundschau.

Briten, Neuseeländer, Polen und Spanier - was haben die weitgereisten Besucher neben der Museumseröffnung noch in der Region erlebt?
Unsere englischen Gäste hatten ihr eigenes Programm und haben an mehreren Gedenkveranstaltungen anlässlich des Kriegsendes teilgenommen. Die polnische Delegation rund um Marschall Slawomir Kopyschtsch der Wojewodschaft Kujawien-Pommern war am Samstag auf dem Friedhof in Neuburxdorf und besuchte außerdem das Stammlager in Mühlberg. Ein großer Wunsch des Marschalls. Für ihn selbst war es ein sehr emotionaler Moment, weil sein Vater in diesem Lager gestorben ist.

Was hat die ausländischen Gäste während des Besuches noch bewegt?
Die polnischen Gäste haben sich unsere Region angeschaut und sind an einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit sehr interessiert. Weil nicht viel Zeit zum Reden war, haben wir vereinbart, dass wir uns beim nächsten Treffen darüber austauschen, was in Zukunft partnerschaftlich zwischen beiden Städten passieren kann. Am liebsten schon im August, aber der Termin steht noch nicht fest. Der polnische Marschall war außerdem sehr von dem neuen Informationspfad durch das Mühlberger Lager beeindruckt. Allgemein waren alle Akteure sehr zufrieden.

Auch der spanische Botschafter war vor Ort. Es war die Rede von einer Partnerschaft mit der spanischen Stadt Alba de Tormes. Gibt es diesbezüglich Neuigkeiten?
Die Idee und der Kontakt sind da. Ein Termin mit dem Botschafter ist bereits angedacht, um über die Städtepartnerschaft zu sprechen. Genaueres kann ich dazu aber noch nicht sagen.

Mit Hannelore Brendel sprach Anja Hummel