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Die Geschichte hinter dem Trödel

Auf dem Hof von Tröder-Olli gibt es fast alles.
Auf dem Hof von Tröder-Olli gibt es fast alles. FOTO: Mirko Sattler
Zobersdorf. Unter dem Motto "Alles vor die Tür" hatten die Zobersdorfer beim Trödelmarkt ihre Schätze vor die Tür gestellt. Diese Idee kam bei den Einwohnern gut an. Mirko Sattler /

Rund 20 Gehöfte machten mit. Nicht nur die Zobersdorfer selbst gingen auf Schnäppchenjagd, auch Besucher waren gekommen. Hinter einigen der Verkaufsstücke stecken Geschichten. So zum Beispiel jene von Horst Richter, der rund 30 Puzzles anbietet. "Früher hat mein Vater immer gepuzzelt. Ich habe dafür keine Ausdauer", sagt der 71-Jährige.

Eine andere Geschichte steht hinter den Rollski vom Verkäufer Jan am Ende der Dorfstraße. "Wenn man nicht mehr so kann, stehen die Sportgeräte herum", erzählt er. Einst hat er mit den Rollski mindestens einmal die Woche gut fünf Kilometer abgespult.

Den wohl meisten Trödel bietet Oliver Lehmann an. Nicht umsonst wird er Trödel-Olli genannt. Der ganze Hof ist mit fast 1000 Einzelstücken vollgestellt - vom Tischgrill aus DDR-Zeiten bis hin zu alten Fahrrädern. "Ich wollte allein einen Trödelmarkt veranstalten. Doch dann reifte im Dorf die Idee. Ich bin sehr zufrieden mit der Nachfrage. Innerhalb der ersten zwei Stunden kamen gut 100 Leute vorbei", schätzt der 36-Jährige.

Bei ihm fündig wird Diana Schöne mit ihrem Mann. "Wir haben für unsere Kutschfahrten eine Wärmflasche entdeckt. Die sogenannte Bettpfanne aus Messing aus Omas Zeiten ist ideal. In Handtüchern eingewickelt, hält sie die Beine im Herbst und Winter warm", weiß die 42-Jährige.

Ihr Mann Andreas Schöne, er ist Ortsvorsteher, lobt den Markt. "Der Sportverein hatte die Idee aufgegriffen. Bei uns im Ort kann man wahrlich Schnäppchen machen", stellt er fest. "Ich habe nicht mit so vielen Verkaufsständen gerechnet", ist Ortschronist Bernhard Rymer (73) überrascht.