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Die Figurenbauerin zu Gast

Barbara Seidl-Lampa im Gespräch mit Klaus Kunschke vom Galeriebeirat.
Barbara Seidl-Lampa im Gespräch mit Klaus Kunschke vom Galeriebeirat. FOTO: fc
Elsterwerda. Auf ihrer Internetseite sagt sie bescheiden: "Ich nenne mich Figurenbauerin. Mein Arbeitsmaterial ist Ton, überwiegend verwende ich einfachen rot brennenden Ton, wie man ihn für Ziegel verwendet. Frank Claus

" Ihre Arbeiten drücken ihre Gefühle aus - sei es nun beim Teufel oder bei den Engeln, die sie gern herstellt. "Aber keine dieser Softie-Engel", beeilt sie sich gleich zu sagen. Es sind Engel, denen sie warme Farben gibt fernab greller Töne. Da gibt es jene, die Hoffnung und Mut machen und jene, die traurig stimmen. Sie verschenkt sie auch gern - an Menschen, die besonderer Zuneigung bedürfen, weil sie gerade nicht auf der Sonnenseite stehen.

Doch längst hat sich Barbara Seidl-Lampa neue künstlerische Felder erschlossen. Zunehmend entstehen Acrylbilder, Grafiken (Bleistift), Holzschnitte und Tonfrottagen. Zentrales Thema ist und bleibt bei ihr der Mensch. Collagen haben es ihr angetan. Dabei arbeitet sie mit Folien und schafft Motive, die den aufmerksamen Betrachter erfordern.

Noch etwas bewegt sie sehr: "Besonderer Inspirator für mich und meine künstlerische Ausdrucksform war mein Mann Prof. Gerhart Lampa, Maler und Grafiker, mit dem ich 20 glückliche produktive Jahre (bis 2010) verbrachte", schreibt sie auf ihrer Internetseite und kommt auf ein Problem, das viele Künstler bewegt und das ihre Nachfahren mal haben: Wie wird mit ihrem Nachlass umgegangen?

In der Kleinen Galerie in Elsterwerda kann man sich den Werken von Barbara Seidl-Lampa auf angenehme Weise nähern.