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Die „Barbara“ legt ihr Amt nieder

Bad Liebenwerda.. Jetzt platzt ihr endgültig der Kragen: Linda Berthold, Bad Liebenwerdas „Barbara“ , legt heute ihr Amt nieder. „Ich habe mein Kleid in die Reinigung geschafft und gebe es dann im Haus des Gastes ab.Für mich ist das Thema ’Barbara’ erledigt“ , sagte sie gestern am RUNDSCHAU-Telefon. Frank Claus

Der Auslöser: Beim Stadtfest am vergangenen Wochenende in der eigenen Stadt musste die „Barbara“ Eintritt zahlen, als sie an der Seite von Bürgermeister Thomas Richter und den übrigen Gesandten der Delegation auftrat.
„Der Herr aus der Partnerstadt Lübbecke hat nur mit dem Kopf geschüttelt und den stellvertretenden Bürgermeister noch auf diesen Umstand aufmerksam gemacht. Doch weder er, noch andere Mitglieder der Delegation haben darauf reagiert“ , meinte Linda Berthold enttäuscht. Das dürfte es in der Region nicht so oft geben, dass eine gewählte „Majestät“ , die diesen Job ehrenamtlich versieht, zur Kasse gebeten wird. Überhaupt sei die öffentliche Anerkennung der „Barbara“ in Bad Liebenwerda nicht gegeben, weil die Stadt diese Person zu wenig nutze, zog Linda Berthold Vergleiche zu anderen Städten. Die RUNDSCHAU hatte unlängst aufgezeigt, wie andere Städte mit ihren gewählten „Hoheiten“ umgehen.
In Bad Liebenwerda sei es bislang nicht gelungen, die „Barbara“ wirksam zu vermarkten und das Ansehen des Amtes so zu gestalten, dass junge Frauen sich darum reißen, dieses Amt übertragen zu bekommen. Beweis: Zum Rosenfest am 25. Juni soll die neue „Barbara“ gekürt werden. Bis jetzt gibt es nach Aussage des Haus des Gastes keine Bewerberin.
Überhaupt versteht man dort den Schritt von Linda Berthold nicht. Zum Stadtfest haben alle Eintritt bezahlt, auch der Bürgermeister und alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung, hieß es.