ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:45 Uhr

Nachgefragt
„Die alten Sorten können die Hitze ganz gut ab“

Gunter Schurig aus Lausitz spricht über Regen, Hagel und das Jahr der Jubiläen.
Gunter Schurig aus Lausitz spricht über Regen, Hagel und das Jahr der Jubiläen. FOTO: weingut-schuricht
Lausitz. Gunter Schurig, Winzer in Lausitz, beschäftigt sich seit 40 Jahren mit Wein. Die RUNDSCHAU telefonierte mit ihm.

In diesen Tagen schauen viele sehnsüchtig zum Himmel. Sie auch?

Gunter Schurig: Ja natürlich. Meine alten Rebsorten können die Trockenheit zwar ganz gut ab, Regen wäre aber dennoch nicht schlecht. Ich denke da auch an die Riegers in Theisa.

Bei denen es die Jungpflanzen ohne Wasser ganz schwer haben.

Gunter Schurig: Natürlich. Am Tag der Pflanzung haben wir uns im Kreis aufgestellt und ein Stoßgebet nach Regen gehalten. Und dann hatte es ja auch wirklich kräftig geregnet. Jetzt aber eben schon lange nicht mehr. Mich treibt da aber noch was ganz anders um.

Was bitte?

Gunter Schurig: Unwetter, zum Beispiel mit Hagel, wäre fatal. Ich habe deshalb an einer Seite die Hagelnetze aufgehängt, um Pflanzen und Reben zu schützen. Das habe ich bislang um diese Zeit im Jahr noch nie gemacht. Denn bislang sieht das Wachstum prächtig aus. Bei der Hitze schützen die Netze auch vor zu starker Verdunstung.

Es könnte also ein gutes Weinjahr werden?

Gunter Schurig: Ja. Ich habe etwa zehn Prozent der Reben schon weggenommen, um die anderen Früchte zu stärken.

Was gibt es sonst Neues in Lausitz?

Gunter Schurig: Für uns ist es das Jahr der Jubiläen. Vor 40 Jahren habe ich begonnen, mich für den Weinbau zu interessieren. Vor 20 Jahren, im Jahr 1998, habe ich mit meiner Frau Heike die ersten 99 Rebstöcke gepflanzt. Vor zehn Jahren erhielten wir das Rebrecht und gründeten das erste Weingut in Elbe-Elster.

Mit Gunter Schurig
sprach Frank Claus