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| 17:07 Uhr

Was ist fertig, wo hängt’s in Elbe-Elster?
Der RUNDSCHAU-Baustellen-Check

Fünf Baustellen hat die RUNDSCHAU genauer unter die Lupe genommen.
Fünf Baustellen hat die RUNDSCHAU genauer unter die Lupe genommen. FOTO: LR
Elsterwerda. Fünf Baustellen, die entweder bereits „abgehakt“ sein sollten oder spätestens bis zum Jahresende fertig sein sollen. Die RUNDSCHAU hat die Projekte gecheckt. Von Frank Claus und Manfred Feller

Zu den großen Bauvorhaben in der Region gehören der dreistreifige Ausbau der B 101 zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda, der Neubau der Bahnbrücke samt Brücke über den Plessa-Haidaer Binnenraben inklusive Straßenanbindungen in Elsterwerda, der Neubau des Wehres Würdenhain inklusive Bediensteg sowie zwei Landesstraßenvorhaben in Staupitz und Wainsdorf.

B 101-Bahnbrücke Elsterwerda. Während die Bahnbrücke termingerecht übergeben werden konnte, gibt es beim Neubau der Brücke über den Plessa-Haidaer Binnengraben sowie beim Neubau der Straßenanbindungen erheblichen Bauverzug. Das dürfte vor allem an fehlenden Baukapazitäten liegen. Die Fertigstellung Ende November, wie avisiert, konnte nicht gehalten werden. Elsterwerdas Bauamtsleiter Uwe Schaefer ist skeptisch: „Ich rechne mit der Komplettfertigstellung frühestens Anfang Sommer.“

Die B 101-Brücke über die Bahnanlagen in Elsterwerda war fristgerecht fertig – danach lief das Bauvorhaben so ziemlich aus dem Ruder.
Die B 101-Brücke über die Bahnanlagen in Elsterwerda war fristgerecht fertig – danach lief das Bauvorhaben so ziemlich aus dem Ruder. FOTO: LR / Frank Claus

Bundesstraße 101. Die dreistreifig ausgebaute Straße ist pünktlich Anfang Oktober, allerdings noch mit Geschwindigkeitseinschränkungen, freigegeben worden. Wie auf dem Bauschild erklärt, wird das gesamte Vorhaben bis Ende des Jahres fertig. Kleinere Restarbeiten bleiben aber noch: Auf den Nebenwegen fehlt die Markierung, die Ampel am Knoten Prieschka muss noch errichtet werden und Grünarbeiten sind noch notwendig.

Die B 101 zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda ist in nur einem Jahr dreistreifig ausgebaut worden.
Die B 101 zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda ist in nur einem Jahr dreistreifig ausgebaut worden. FOTO: LR / Frank Claus

Wehr Große Röder Würdenhain. Ein Projekt, dass durch zahlreiche Verzögerungen gekennzeichnet ist. Auch der zuletzt erklärte Fertigstellungstermin Ende November konnte nicht gehalten werden. Doch jetzt gibt es erste Positivmeldungen. Verbandsgeschäftsführer Marcel Ludewig erklärt: „Die Baustelle wird so gesichert, dass die Nutzung des öffentlichen Bediensteges am Wehr Würdenhain im Rahmen der touristischen Nutzung für Fußgänger und Radfahrer des Schwarze-Elster-Radweges ab Montag, den 17. Dezember, gegeben ist. Der verbleibende Baubereich am linken Deich wird gesondert abgesperrt. Hier ist auch weiterhin bis zur Fertigstellung der Restleistungen das unbefugte Betreten untersagt.“

Das neue Wehr mit Bediensteg in der Großen Röder bei Würdenhain ist noch nicht komplett fertig. Aber: Ab Montag darf der Steg genutzt werden!
Das neue Wehr mit Bediensteg in der Großen Röder bei Würdenhain ist noch nicht komplett fertig. Aber: Ab Montag darf der Steg genutzt werden! FOTO: LR / Frank Claus

Staupitz. Manchmal ist es sinnvoll, einen Plan über den Haufen zu werfen. In Staupitz sollte die Landesstraße 63 (Ortsdurchfahrt Grünewalder Straße) auf 1200 Metern Länge eigentlich erst Anfang August 2019 komplett mit den Nebenanlagen fertig sein. Doch der grundhafte Ausbau wurde von drei auf einen Abschnitt reduziert und alles in einem Ritt gerade noch so vor dem Winter fertig asphaltiert. Über die entstandene Wellenbahn wird noch zu reden sein. Die Straße bleibt weiterhin gesperrt und nur dem Anliegerverkehr vorbehalten. Der einseitige Gehweg erhält jetzt noch eine begehbare Schotterfläche, bevor im Frühjahr weiter gebaut wird. Die Eurovia Verkehrsbau GmbH Kolkwitz hat ordentlich Tempo gemacht. Dafür: Daumen hoch!

Viel schneller als geplant ist die Landesstraße 63 in Staupitz grundhaft erneuert und asphaltiert, aber noch nicht freigegeben worden.
Viel schneller als geplant ist die Landesstraße 63 in Staupitz grundhaft erneuert und asphaltiert, aber noch nicht freigegeben worden. FOTO: LR / Manfred Feller

Wainsdorf. Greifbarer ist das Ende der Bauarbeiten auf der L 59 in Wainsdorf. Nach monatelanger Sperrung begutachten Bauherr und Auftragnehmer am Montag den fertigen Abschnitt, ein ehemaliges  Kopfsteinpflasterstück. Nach Angaben der ausführenden Firma Strabag aus Senftenberg soll dann im Laufe des Nachmittags die Ortsdurchfahrt für den Verkehr freigegeben werden. Die Busse bedienen ab Dienstag wieder regulär die innerörtlichen Haltestellen.

Mit Verspätung wird die L 59 in Wainsdorf geöffnet.
Mit Verspätung wird die L 59 in Wainsdorf geöffnet. FOTO: LR / Manfred Feller

Das Ganze geschieht zwei Wochen später als geplant. Für Chris Heller, Bauamtsleiter in Röderland, gibt es dafür nur einen Grund: Es wurde zu spät begonnen. Denn Probleme habe es während der Bauphase seiner Kenntnis nach nicht gegeben.