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Große Fete in Elsterwerda
Der Landrat feiert doppelt

Diesmal darf Christian Heinrich-Jaschinski zu den Festen sicher besonders viele Geschenkpakete aufmachen.
Diesmal darf Christian Heinrich-Jaschinski zu den Festen sicher besonders viele Geschenkpakete aufmachen. FOTO: Torsten Hoffgaard / LR
Elsterwerda. Christian Heinrich-Jaschinski hat am 24. Dezember Geburtstag und wird dazu auch noch 50. Die Feiertage gehören in erster Linie der Familie. Mit den Freunden stößt er nach dem Fest an. Von Birgit Rudow

Im Hause Heinrich-Jaschinski in Elsterwerda wird der Weihnachtsbaum traditionell am Heiligabend geschmückt. In diesem Jahr aber geschieht das vorsorglich schon etwas eher. Zwar hat Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski jedes Jahr am 24. Dezember Geburtstag. Doch morgen ist es der 50., und da soll genug Zeit, vor allem für die Familie, bleiben.

„Der 50. Geburtstag, Heiligabend und dann noch ein Sonntag – das wird schon ein besonderer Tag“, so Christian Heinrich-Jaschinski. Seine Frau Anja sei schon voll in Aktion und gebe sich besonders große Mühe, damit mit der Versorgung alles klar gehe, sagt er.

Auch wenn es ein ganz besonderer Geburtstag ist, und man als Landrat im Fokus der Öffentlichkeit steht, gehören der Ehrentag und das Weihnachtsfest in erster Linie der Familie. Die Geschwister, Eltern und Kinder kommen zu beiden Anlässen nach Elsterwerda. „Ich habe es nicht an die große Glocke gehängt. Es gab aber trotzdem Nachfragen, wie mein 50ster denn so ablaufen wird. Mir kommen da Bedenken, ob unser Wohnzimmer dafür am Heiligabend geeignet ist. Ich werden zwischen Weihnachten und Silvester mit Freunden und Bekannten auf die runde Zahl anstoßen“, sagt Christian Heinrich-Jaschinski.

Ansonsten werden die Festivitäten am 24. Dezember wie immer „brüderlich“ geteilt. Bis zum Mittag steht der Geburtstag im Mittelpunkt, dann beginnen die letzten Vorbereitungen für das Weihnachtsfest. Und wie war das als Kind, Herr Heinrich-Jaschinski? „Ich habe nichts vermisst“, sagt er. Darauf hätten die Eltern schon geachtet. Die beiden jüngeren Schwestern seien immer neidisch gewesen, dass der Bruder schon am Morgen einen Gabentisch hatte und sie noch warten mussten. Die Mutter habe immer alles sorgsam vorbereitet und die Patentante sei vormittags zum Gratulieren gekommen, erinnert sich Christian Heinrich-Jaschinski. Am schönsten sei es immer gewesen, wenn alle beisammen waren, sagt er. Selbstverständlich sei das nicht gewesen, weil der Vater in der Kokerei im rollenden Schichtsystem gearbeitet hat. Vielleicht ist dem Sohn deshalb ein Geschenk noch besonders gut in Erinnerung: ein Fahrrad, das der Vater für ihn selbst zusammengebaut hat.

Christian Heinrich-Jaschinski kommt es schon etwas seltsam vor, auf ein halbes Jahrhundert zurückzublicken. „Es ist kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht“, sagt er. Befragt nach besonderen Ereignissen oder Erlebnissen, will er sich nicht in Einzelheiten verzetteln. Dass er die politische Wende in der DDR in jungen Jahren und gut ausgebildet erleben durfte, das erachte er als ein großes Glück, sagt er. Das schließe auch seine berufliche Entwicklung ein: erst die Berufsausbildung mit Abitur, dann die beiden berufsbegleitenden Studiengänge und schließlich sein Hang zur Kommunalpolitik, der letztlich in den Job als Landrat mündete.

Und was wünscht er sich zum 50. Geburtstag? Gesundheit und ein paar schöne freie Tage zwischen Weihnachten und Neujahr, sagt er. „Meine Frau Anja und ich haben einen stressigen Arbeitsalltag. Da genießen wir die freie Zeit, die wir gemeinsam verbringen können. Wir sind gern zu Hause und freuen uns darauf, mal durchzuatmen“, so Christian Heinrich-Jaschinski.

Am 28. Dezember gibt er im Refektorium in Doberlug-Kirchhain einen kleinen privaten Empfang zu seinem Geburtstag. „Als Person  der Öffentlichkeit habe ich mich davon überzeugen lassen“, sagt er. Er möchte damit vor allem denen danken, die ihm in den letzten siebeneinhalb Jahren zur Seite gestanden haben, so der Landrat.