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| 01:18 Uhr

„Der Elektriker“ an der Neuen Bühne

Die berührende Inszenierung von „Der Elektriker - Die Geschichte des David Salz“ steht am Freitag an der Neuen Bühne in wieder auf dem Spielplan. Erstmals wird darin auch Johanna-Julia Spitzer zu erleben sein, die am Cottbuser Theater derzeit als Gretchen in Goethes „Faust I“ große Erfolge feiert. Senftenberg

In der szenischen Collage geht der heute 79-Jährige gedanklich noch einmal den Weg zurück, den er als 13-Jähriger beschritt. Seine deportierte Mutter suchend, fragt er bei der Gestapo nach und wird nach Auschwitz transportiert. Er besteht die Selektion, weil er sich älter macht und einen Beruf erfindet, der gerade gebraucht wird: der Elektriker. Nach dem Krieg kehrt er in seine Heimatstadt Berlin zurück und übt Vergeltung für die Denunziation seiner Eltern. In deren früherer Wohnung findet er den Verräter und schlägt zu. In Anlehnung an Interviews mit dem heute in Tel Aviv lebenden David Salz ist ein Theatertext entstanden, in dem es um Schuld, Vergeltung, Opfer- und Täterschaft geht – Fragen, die sich immer wieder und ein Jahr nach dem 70-jährigen Gedenken an die Novemberpogrome von 1938 besonders stellen. Als das Stück im November des vergangenen Jahres an der Neuen Bühne Premiere hatte, lauteten die Kritiken: „David Salz ist authentisch, es gibt ihn wirklich – und immer noch. Zu diesem Schicksal ein Spiel zu gesellen, das ebenso tief durch die Haut geht, das ist Sewan Latchinian und seinem Ensemble auf hochspannende Art gelungen . . . In Senftenberg hat dem um sich greifenden Drang zum Vergessen ein kleines engagiertes Ensemble widerstanden . . . Der Beifall des Publikums braucht Zeit, um dann stürmisch anzuhalten . . .“ „Der Elektriker – Die Geschichte des David Salz“ steht am Freitag, 6. Februar, um 20 Uhr auf dem Spielplan der Neuen Bühne. Karten unter der Telefonnummer 03573 80 12 86 oder unter www.theater-senftenberg.de