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| 18:26 Uhr

Anschluss Bahnbrücke Elsterwerda noch nicht fertig
Elsterwerdas nervige Baustelle

Elsterwerda. „Die bauen ja länger als an der großen Brücke“ Von Frank Claus

„Das zieht sich“ – so heißt es im Volksmund, wenn ein Vorhaben lange nicht zu Ende kommt. „Das zieht sich“ gilt auch für die Baustelle auf der B 101 in Elsterwerda. Ein Leser, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, fragt an, was viele bewegt: „Wie geht es mit der Endlos-Baustelle Straßenanbindung Bahnüberführung in Elsterwerda weiter?“ An Stammtischen wird schon gespöttelt: „Die brauchen für die kleine Brücke über den Binnengraben ja länger als für das große Brückenbauwerk über die Bahngleise.“

„Bereits seit dem Frühsommer werkelt  die ausführende Baufirma  an der Einschalung und den  Betonarbeiten der dortigen Brücke. Die Verschalung ist auch nach Monaten noch nicht komplett. Und das, obwohl  dieser Baustellenbereich vom fließenden Verkehr nicht berührt oder behindert wird“, heißt es in einem Leserbrief.

Was ist also los an Elsterwerdas Straßenbaustelle? Manfred Ragotzky, zuständiger Sachgebietsleiter im Landesbetrieb Straßenwesen, gibt zu: „Ja, wir hängen. Die mit dem Bau beauftragte Firma hat Kapazitätsprobleme.“ Und nicht nur das: Angesichts des herannahenden Winters räumt Manfred Ragotzky auch ein: „Der Straßenanschluss wird in diesem Jahr vermutlich nicht mehr fertig.“ Denn noch steht nur ein Flügel der Brücke. Der zweite wird gerade geschalt und soll am Freitag gegossen werden. Danach sei technologisch wieder eine Standzeit zum Aushärten nötig. Dann müsse die neue Brücke noch abgedichtet und die alte abgerissen werden. Schließlich sei der Straßenaufbau herzustellen. „Es ist gut möglich, dass wir bei kalten Temperaturen die Schwarzdecke nicht mehr drauf bekommen“, so Manfred Ragotzky. Er halte nichts von Sanktionen gegenüber dem Baubetrieb. „Der hat beim Neubau der Bahnbrücke einen klasse Job gemacht und trotz kürzester Bauzeit planmäßig übergeben, sodass der Bahnverkehr wieder pünktlich aufgenommen werden konnte“, sagt er. Die Firma bemühe sich auch jetzt, das Projekt in Elsterwerda zügig fertigzubekommen, sei aber in zahlreiche andere wichtige Großprojekte eingebunden.

Mutmaßungen, wonach es im Zuge des Neubaus keine Linksabbiegespur in Richtung Feuerwehr/Polizei geben soll, dementiert er. „Die ist im Plan.“

Der momentan nicht gerade schöne Anblick des Unkrautfeldes im Bereich der ehemaligen Fahrspur werde sich noch in diesem Jahr ändern. „Die Bepfflanzung mit Bodendeckern ist vergeben und wird realisiert.“ Im hinteren Teil werde ein Geländer als Absturzsicherung installiert, das mit einer Grünbarriere gestaltet werde.

In Vorbereitung befindet sich unterdessen das zweite Brückenbauvorhaben auf der B 101 in Höhe der Shell-Tankstelle. „Das alte Bauwerk wird in diesem Jahr noch abgerissen. Wir bauen gerade die Umfahrung, sodass der Verkehr fließen kann“, sagt Manfred Ragotzky. Die Gründungsarbeiten für die neue Brücke sollen in diesem Jahr noch realisiert werden.