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| 01:03 Uhr

Das war reine Lebensfreude

Falkenberg.. Tanz als körperlicher Ausdruck von Gefühlen kennt eine Vielzahl unterschiedlichster Facetten. Kaum eine innere Stimmung, die sich deshalb nicht in die entsprechende Bewegung ummünzen lässt. Derart betrachtet, füllte die Show „Flames of the dance“ am Freitagabend das Falkenberger Haus des Gastes mit purer Lebensfreude. Von Sven Gückel

Es bedurfte nicht vieler Worte, Erklärungen oder dem Verstehen einer Geschichte. Was den etwa 200 Besuchern der Show durch die Füße der 14 Tänzerinnen und Tänzer vermittelt wurde, war einfach Unterhaltung pur. Zudem in einer Sprache, die jedermann beherrscht, die keines Übersetzers bedarf. Ruhig, poetisch, ja fast flüsternd, aber auch wild, laut, impulsiv, als plötzlicher Ausbruch immenser Kraft durchstreiften die Rhythmen den Saal.
Veranstaltet in bewährter Form durch Heiner Platner und produziert von Sven Göttlicher, war „Flames of the dance“ eine Show der Superlative. Hochgradig besetzt mit Solisten, die bereits weltweit auf den unterschiedlichsten Bühnen gastierten, kann man getrost von einem Starensemble sprechen. Allen voran Michele Lawrence, sechsfache und noch amtierende Weltmeisterin im Irish-Stepp-Dance. Oder Bryan Berry, der als Stepptänzer zu den besten seines Fachs unter New Yorks Artisten gehört. Doch auch der Berliner Thomas Knack, in der Show- und Werbebranche deutschlandweit anerkannter Choreograf, drückte der Darbietung als einer von zwei „Müllmännern“ seinen Stempel auf. Das Besondere an der Show ist nach Göttlichers Worten das Aufeinandertreffen unterschiedlichster Tanzformen, ohne dass dabei Risse oder Gräben zu erkennen wären. So agierte Break Dance in Kombination mit Stepp, traf MTV unverhüllt auf Tango oder Modern Dance. Herzblut der Darstellungen war dabei immer wieder das Showballett, in dem sich letztlich alle Tänzer vereinigten.
Atemberaubend, kurzatmig, mitreißend, abwechslungsreich, als gelungene Mischung aus Tanz und Comedy präsentierte sich die etwa zweistündige Show dem begeisterten Publikum. Und wenn schon selbst am Mittanzen gehindert, so ließen die Besucher letztlich ihrer Stimmung mit Szenenapplaus sowie Standing Ovation am Schluss der Veranstaltung freien Lauf. Der von den Tänzern entsandte Funke zündete zweifelsfrei vor der Bühne ein loderndes Feuer! Nach Holland und England war der Osten Deutschlands die dritte Station der Tournee. Bereits zum Jahresanfang 2006 gastieren die Künstler wieder in Holland, um ab März in Skandinavien ihr Können zu beweisen. In Falkenberg kann man es durchaus als Auszeichnung verstehen, im Tourkalender platziert worden zu sein.