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| 16:21 Uhr

Nach Freigabe der B 101 und B 183 bei Bad Liebenwerda
„Der Kreisverkehr wäre dort zugelaufen“

An der B 101 zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda wird die Entlastungsstraße jetzt größtenteils zum Radweg.
An der B 101 zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda wird die Entlastungsstraße jetzt größtenteils zum Radweg. FOTO: LR / Frank Claus
Bad Liebenwerda. Der Schlussspurt an den Nebenanlagen der B 101 zwischen Elsterwerda und Bad Liebenwerda hat begonnen. Der Landesbetrieb stellt sich Fragen zur Zukunft innerstädtischer Straßen. Von Frank Claus

Das Bürgerfest samt Freigabe der neuen B-183-Ortsumfahrung und der dreistreifigen B 101 zwischen Elsterwerda und Bad Liebenwerda war „ein Fest, das wir so bei einer Straßenübergabe noch nicht erlebt haben.“ Das sagen Steffen Kleiner und Torsten Wiemer vom Landesbetrieb Straßenwesen. Ihre Kollegin Anke Schlosser koordiniert die Restarbeiten an der B-101-Trasse. „Wir bauen jetzt die Entlastungsstraße auf Radwegbreite zurück. Nur zwischen den Kreuzungen Dobra und Prieschka/Waldbad bleibt eine Wirtschaftsstraße erhalten. Der Kreuzungsbereich Prieschka/Waldbad erhält einen zusätzlichen „Ast“ und eine Ampelanlage. Der Radweg wird bis zum Abzweig nach Kraupa durchgängig fertiggestellt. In Zeitverzug geraten sind die Schutzplankenbauer auf der B 101. Anke Schlosser bleibt aber beim Zeitplan: „Bis Ende November sollen alle Arbeiten an der B 101 abgeschlossen sein.“

Steffen Kleiner, Dezernatsleiter Planung beim Landesbetrieb, stellte Gästen im Oldtimerbus die neue Ortsumfahrung vor und beantwortete Bürgerfragen.
Steffen Kleiner, Dezernatsleiter Planung beim Landesbetrieb, stellte Gästen im Oldtimerbus die neue Ortsumfahrung vor und beantwortete Bürgerfragen. FOTO: LR / Frank Claus

Nach Freigabe der Ortsumfahrung lassen sich erste Veränderungen des innerstädtischen Verkehrs in Bad Liebenwerda bereits erkennen. Die Riesaer Straße ist höher frequentiert. War das so gewollt, wo sie doch in einem schlechten Zustand ist und zudem am Grundschulzentrum vorbei führt? Steffen Kleiner, Dezernatsleiter Planung, „Es ist üblich, dass von einer Umgehungsstraße der kürzeste Weg in die Innenstadt ausgewiesen wird. Wir wissen, dass die Riesaer Straße, eine Landesstraße, schadhaft ist und einen grundhaften Ausbau braucht.“ Gleiches trifft auf die Dresdner Straße zu, die nun allerdings zur kommunalen Straße herabgestuft wird. Auf Wunsch der Stadt solle dort nicht einfach nur eine neue Schwarzdecke drüber gezogen werden. Diese Straße soll komplett neu gestaltet werden. Ein Anwohner der Bergstraße verwies darauf, dass dort nach wie vor viel Verkehr zu verzeichnen sei und forderte Tempo 30. Bürgermeister Thomas Richter: „Wir werden uns die neuen Verkehrsströme nach einem halben Jahr genau anschauen und dann über Maßnahmen entscheiden.“

An der B 101-Abfahrt nach Prieschka/Waldbad entsteht eine neue Kreuzung. Über eine Wirtschaftsstraße ist künftig Dobra zu erreichen.
An der B 101-Abfahrt nach Prieschka/Waldbad entsteht eine neue Kreuzung. Über eine Wirtschaftsstraße ist künftig Dobra zu erreichen. FOTO: LR / Frank Claus

Bleibt die während des gesamten Bauverlaufes diskutierte Frage nach dem nicht gebauten Kreisverkehr im Bereich Tankstelle Haidchensberg. Steffen Kleiner: „Ich selber habe die Verkehre gerechnet und sage Ihnen, aus Richtung Bad Liebenwerda wäre der zugelaufen. Wir setzen auf ein Konzept, das dem Verkehr auf der Hauptstraße möglichst durchgängig Grün vor Nebenstraßen gibt.“ Er wirbt für eine Gesamtbetrachtung. Das sei die Lausitz-Leipzig-Trasse (Leila). „Was wir jetzt gebaut haben, ist ja nur ein Mosaikstein. Im nächsten Jahr wollen wir die Planfeststellung für die B 169 von der Autobahnabfahrt Ruhland bis nach Plessa beantragen und dann schnell bauen. Die Planungen für die Ortsumfahrungen Plessa und Elsterwerda sind weit vorangeschritten. Wenn alle Maßnahmen umgesetzt sind, wollen wir eine leistungsfähige B 169-101-183-Trasse in Richtung Torgau-Leipzig haben.“