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| 19:02 Uhr

Das haben elf Millionen Euro bewirkt

Darauf und auf die Entwicklung der Stadt Bad Liebenwerda sind die Einwohner stolz. Viele private Grundstücksbesitzer haben Anteil, dass die Innenstadt jetzt so schön aussieht.
Darauf und auf die Entwicklung der Stadt Bad Liebenwerda sind die Einwohner stolz. Viele private Grundstücksbesitzer haben Anteil, dass die Innenstadt jetzt so schön aussieht. FOTO: Stadt/Foto Herbrig
Bad Liebenwerda. Freilich: Foto und Überschrift sind im Kontext nicht ganz korrekt. Nicht nur die Straßen am Marktplatz, der Platz zwischen Rathaus und Kirche und einige der Gebäude auf dem oberen Foto sind mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Programm "Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen" so attraktiv gestaltet worden. Frank Claus

In Bad Liebenwerda ist weitaus mehr passiert. Mit dem Programm sind 16 Gebäude umfassend saniert und 18 Straßen und Plätze im Kernbereich der Stadt neu gestaltet worden. Dazu kommen 112 Gebäude, die eine Förderung für sogenannte kleinteilige Maßnahmen, zumeist für die Sanierung von Türen, Fenstern oder Fassadenelemente, erhalten haben. Mit dem Programm konnten zudem 27 Schandflecke - nicht erhaltenswerte Haupt- beziehungsweise Nebengebäude - abgerissen werden. Das alles ist zwischen 1991 und 2014 realisiert worden. Und das, so das jetzt vorliegende Prüfergebnis des Landesamtes für Bauen und Verkehr, alles ohne Beanstandungen hinsichtlich der Ausführung und des Fördermitteleinsatzes.

Um diesen Prüfvermerk zu erhalten, haben Bad Liebenwerdas Sanierungsträger, die Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH (DSK), und die zuständige Sachgebietsleiterin im Bad Liebenwerdaer Rathaus, Jutta Richter, einen Abschlussbericht und sämtliche Belege vorlegen müssen. Eine Kommission hat bei einem Rundgang durch die Stadt auch alle realisierten Vorhaben unter die Lupe genommen.

Dass die Entlastung nun fast auf den Tag fällt, an dem Jutta Richter in den Ruhestand wechseln wird, stimmt die engagierte Stadtgestalterin doppelt glücklich. Doch sie reicht das Kompliment zuallererst an die Stadtverordneten weiter: "Trotz oft schwieriger Haushaltslage, die Eigenmittel, um unsere Stadt noch schöner zu gestalten, haben die Abgeordneten immer bereitgestellt", sagt sie.

Insgesamt 10,9 Millionen Euro Städtebauförderungsmittel, aufgebracht von Bund, Land und der Stadt, sind eingesetzt worden. Uwe Brenner von der DSK: "Die Erfahrungen belegen, dass man diese Summe hinsichtlich der ausgelösten Investitionen gern noch um ein etwa Fünf- bis Achtfaches hochrechnen kann." Denn Investitionen in Straßen oder auf Plätzen würden auch immer Initiativen von Anliegern auslösen.

In Bad Liebenwerda gebe es dafür jede Menge Beispiele, wenn man sich nur die veränderten privaten Wohn- und Geschäftshäuser von der Hainsche Straße über den Roßmarkt bis hin zur Torgauer Straße ansieht. Alte Volkshochschule, Post, die Reiss-Häuser, die evangelische und katholische Kirche, der sanierte Lubwartturm, das neu gestaltete einstige Kino-Areal, die neue Fassade des Rathauses - alle sind unübersehbares optisches Zeugnis der Stadtsanierung.