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| 02:38 Uhr

Das gibt's nur in EE – drei Sonnenwenden in einem Jahr

Nicole, Stefan, Jonas und Larissa wollten Two Magic und die BassRaketen hören.
Nicole, Stefan, Jonas und Larissa wollten Two Magic und die BassRaketen hören. FOTO: mcl1
Beutersitz. Erleichterung macht sich breit: Drei Tage Festival mit vielen Hundert Jugendlichen aus ganz Deutschland ohne besondere Vorkommnisse liegen hinter Ortsbürgermeister Ronny Laake und den Anwohnern. Und alle wollen eine Wiederholung. Mona Claus / mcl1

Regulär gibt es zwei Sonnenwenden im Jahr, eine im Dezember auf der Nordhalbkugel und eine im Juni auf der Südhalbkugel. In Beutersitz gibt es eine dritte, nämlich dann, wenn die SoundgemeindeOST zum Sommersonnenwende-Open-Air einlädt. Mehr als 60 DJs haben von Freitag bis Sonntag früh auf vier Bühnen aufgelegt. Fazit nach dem erstmals dreitägigen Event: keine besonderen Vorkommnisse! Die Jugend darf mit ihrem Festival gern wiederkommen.

Familie Fuchs, die schräg gegenüber dem Festgelände wohnt, zeigt den Daumen nach oben, findet das Festival prima und ist begeistert, wie gut alles organisiert ist. "Wir waren doch auch mal jung", ist von Familie Hahm zu hören. Ähnliche Worte findet auch Familie Lohse. Sie fand es toll, dass alle Einwohner vor dem Start zu Kaffee und Kuchen eingeladen waren, um das gestaltete Gelände einmal in Augenschein nehmen zu können. Fast 50 Einwohner schauten vorbei, einige feierten sogar mit. "Toll, was die Jugend dort eine Woche lang aufgebaut hat", ist der Beutersitzer O-Ton.

Die Prestewitzer Agrargenossenschaft sorgte für eine glatte Park- und Zeltfläche. In Habtacht-Stellung waren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Beutersitz.

Mit Musik von zwei Bühnen ging es in den Samstagmorgen. Doreen, Ingo, David, Martin, Carolin aus Finsterwalde, zwischen 21 und 31 Jahren alt, waren auch da an beiden Abenden. Warum? "Weil es cool ist, so schön nah, bezahlbar und einfach toll aufgemacht", erklären sie. Elias (16) aus Doberlug-Kirchhain und Robin (19) aus Bad Liebenwerda sind am Samstag gegen 17 Uhr vor der Wald-Bühne, dem Podcast-Stage, und lauschen der Musik von Christopher und Matthias von "Bärenstark" aus Cottbus. Die Musik, die Aufmachung und das Festivalfeeling in der Heimat erleben zu können, gefällt beiden ausgezeichnet.

Vom Zeltplatz kommen gerade Jonas und Stefan, beide 28 Jahre alt und aus Sachsen-Anhalt. Sie rufen nach den Bremer Mädels Larissa (17) und Nicole (18). Kennengelernt haben sie sich auf dem Zeltplatz gleich neben dem Festivalgelände. "Für 15 Euro über 60 DJs erleben und kostenfrei campen, wo gibt es das noch", schwärmen die Girls, die gerade ihr Abitur absolviert haben. Gemeinsam geht es für beide schon bald für ein Jahr nach Australien - Work and Travel. Alles, was im VIP-Bereich läuft, gibt es später bei SoundGemeindeOST-TV über Youtube, erzählt Organisationschef David Bönick. Seinen Spaß hat auch Matthias Weiland. Der 30-jährige Fleischermeister aus Doberlug-Kirchhain steht mit seinem Verkaufsstand direkt neben dem Techno-Zelt. Dort hält er durch bis sechs Uhr morgens. "Kein Problem", lacht er, "wir machen jede Party mit."

Schlusspunkt ist das Fußballmatch am Sonntagmorgen zugunsten des Beutersitzer Spielplatzes. Ortsbürgermeister Ronny Laake sagt Danke, an seine toleranten Einwohner, an den Mut der Veranstalter, an die disziplinierten jungen Menschen und will nur eins - 2017 wieder dieses Festival.