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| 19:00 Uhr

Bad Liebenwerda
Das gibt’s noch: Es wird billiger!

Schulleiter Hartmut Schmidt im Biologie-/Chemiekabinett der neuen Reiss-Oberschule in Bad Liebenwerda.
Schulleiter Hartmut Schmidt im Biologie-/Chemiekabinett der neuen Reiss-Oberschule in Bad Liebenwerda. FOTO: Frank Claus / LR
Bad Liebenwerda. Schlussspurt an der neuen Robert-Reiss-Schule in Bad Liebenwerda. Halbe „Mille“ gespart. Von Frank Claus

Das muss schon so etwas sein wie die ganz große Euphorie: „Das wird schon richtig schick“, sagt Schulleiter Hartmut Schmidt und wer ihn kennt, weiß, das ist höchstes Lob! Erst recht spürt man es, wenn er durch die künftige, neue Oberschule „Robert Reiss“ in Bad Liebenwerda führt. Da verweist Schulleiter Hartmut Schmidt auf die modernen Kabinette ebenso wie auf die vielen kleinen Details, die in der Bauausführung Berücksichtigung fanden: Auf die breiten Flure ebenso wie auf die hellen Farben, die funktionale Beleuchtung wie das starke Belüftungskonzept, die unscheinbaren Magnettafeln in den Klassenräumen wie auf den attraktiv gestalteten Eingangsbereich für die Aula.

Da blitzen dann schon fast seine Augen. Dass er so eine Aula noch erleben darf! Sie bietet Platz für 199 Gäste – klar, eine behördliche Zahl, deren Hintergrund Brandschutzbestimmungen sind. Und fast scheint es, er sehe die erste Prüfungsrunde schon vor sich. „Die Aula ist für eine Dreifachnutzung konzipiert. Alle Schüler können an einzelnen Tischen ihre schriftlichen Prüfungen schreiben. Dann gibt es genügend Stühle, um 199 Gäste in Stuhlreihen Platz nehmen zu lassen und schließlich gibt es auch noch eine Variante für Veranstaltungen, bei denen Tische gestellt werden können.“

Vorzeigeräume sind natürlich die niegelnagelneuen Fachkabinette für Physik, Hauswirtschaft und Biologie/Chemie. Selbst da hätten der Schulträger, der Landkreis Elbe-Elster, und das federführende Büro für Bauplanung und Bauüberwachung FI.plan aus Finsterwalde bei der Ausstattung die Erfahrungen der Lehrer berücksichtigt.

Am Mittwoch hat sich der Kreisentwicklungsausschuss vom Baufortschritt überzeugt und am Ende den Daumen nach oben gezeigt: „Eine Schule vom Feinsten.“

Ciro Scherff, Leiter Gebäudemanagement der Kreisverwaltung, nennt einige Eckdaten: Gegenwärtig gibt es die letzten Handwerksarbeiten. In einigen Bereichen beginnt bereits die Endreinigung. Bis Ende des Monats soll das Schulgebäude im Wesentlichen bezugsfähig sein. An den Außenanlagen werde jetzt ebenfalls gearbeitet. Auf dem Schulhof wird ein Mehrzweckfeld für die Betätigung in den Pausen entstehen. Überdachte Stellflächen für 100 Fahrräder sind geplant. Mitte Juni soll die feierliche Übergabe des Schulgebäudes erfolgen, am 29. Juni wird der jetzige 10.-Klasse-Jahrgang seine Abschlussfeier in der Aula begehen.

Mobiliar aus der alten Schule, das nicht älter als drei Jahre ist, wechselt mit in die neue. Ab Ende Juli/Anfang August beginnen die Abrissarbeiten an der alten Schule, für die etwa zwölf Wochen eingeplant sind. Danach werde in Abstimmung mit der Stadt die vordere Außenanlage gestaltet.

Ach so, und dann wäre da noch was: Die Schule kostet nach jetzigem Stand 6,7 Millionen Euro. Das ist eine halbe Million Euro weniger als geplant.

Die Aula ist für eine Mehrfachnutzung konzipiert. Neben schulischen Veranstaltungen kann es hier auch welche fürs Wohngebiet geben.
Die Aula ist für eine Mehrfachnutzung konzipiert. Neben schulischen Veranstaltungen kann es hier auch welche fürs Wohngebiet geben. FOTO: Frank Claus / LR