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"Das dunkle F 60-Bier ist genau nach meinem Geschmack"

Überzeugen mit ihrem Bier und vor allem mit ihrer charmant-humorvollen Art gegenüber ihren Gästen: der Cottbuser Olaf Wirts und Markus Klosterhoff vom Finsterwalder Brauhaus (r.).
Überzeugen mit ihrem Bier und vor allem mit ihrer charmant-humorvollen Art gegenüber ihren Gästen: der Cottbuser Olaf Wirts und Markus Klosterhoff vom Finsterwalder Brauhaus (r.). FOTO: T. Pötzsch/top1
Lichterfeld. Besser hätte für die Crew der F60 der Start in die Hauptsaison nicht laufen können. Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen locken hunderte Besucher zum "liegenden Eiffelturm". Torsten Pötzsch/top1

Entdecken können die Besucher nicht nur gewaltige Technik, sondern auch besonderes Bier. So erfährt die Berlinerin Inken Zappke, dass man in der Lausitz schmackhafte und interessante Biere braut. "Da bin ich jetzt echt überrascht. Das dunkle F60-Bier mit dieser feinen malzigen Note ist genau nach meinem Geschmack."

Der Cottbuser Braumeister Olaf Wirts aus dem Labieratorium und sein Finsterwalder Kollege Markus Klosterhoff aus dem Finsterwalder Brauhaus lassen es sich Ostersonntag nicht nehmen, persönlich ihre neuesten Kreation an den Mann und die Frau zu bringen. Beide sind "Brüder im Geiste" und beide verbindet eine Leidenschaft - die Bierbrauerei. Und dabei sind sie fast wie mittelalterliche Alchimisten, probieren hier und probieren das und entwickeln immer neue Kreationen.

"Craft-Beer" heißt ein internationaler Trend, der längst auch in Deutschland viele Freunde gefunden hat: Kleine Brauereien mit hoher Handwerkskunst statt Massenabfüllungen von Biermultis. Wirts und Klosterhoff versuchen unter dem Namen "F60-Bier" zwei ganz unterschiedliche Biere zu brauen. Während Markus Klosterhoff ein eher mildes Dunkles kreiert, geht es bei Olaf Wirts und seinem "F60-Paranoid" mit sagenhaften 7,3 Prozent Alkoholgehalt ordentlich zur Sache. Zum Ausschank bekommt jeder Gast, wenn er es denn wünscht, eine kleine Lektion der Geschichte der Bierbraukunst. So ist das Bier von Olaf Wirts ein "India-Pale-Ale" mit Wurzeln in England. Die Engländer brauten diese Biere für ihre Kolonien. So erklärt sich auch der fruchtige Cocos-Zitrus-Geschmack. Das Geheimnis liegt in fünf verschiedenen amerikanischen Hopfensorten.

Die Art und Weise, wie das Bier angeboten wird und das keine Frage unbeantwortet bleibt - das überzeugt die Gäste. Sie spüren, dass sie einen besonderen Gerstensaft trinken. Entsprechend ging das Bier auch über den Tresen, sehr zur Freude der beiden Brauer.