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| 02:38 Uhr

Da haben sich die Zeischaer aber richtig was vorgenommen

Während der Festkomitee-Sitzung in Zeischa.
Während der Festkomitee-Sitzung in Zeischa. FOTO: Frank Claus
Zeischa. Es ist nicht zu übersehen. Zeischa, der Bad Liebenwerdaer Ortsteil, feiert im Juli dieses Jahres das 625. Frank Claus

Jahr seines Bestehens. Attraktiv gestaltete Spruchbänder verweisen schon jetzt an verschiedenen Stellen im Ort auf das Festwochenende vom 29. bis 31. Juli und die Auftaktveranstaltung, die schon am 22. Juli stattfindet.

"Bloß gut", sagt Steffi Schuster, die im etwa 20-köpfigen Festkomitee sitzt. "Ich kenne schon drei Familien, die erst durch die Werbebänder darauf aufmerksam geworden sind, merkten, dass sie da in den Urlaub fahren wollten und sich jetzt noch bemühen, umzubuchen." Das sollten sie auch! Denn wer an diesem Wochenende nicht in Zeischa ist, verpasst etwas.

Ortsbürgermeister Helmut Andrack (Die Linke) arbeitet die Programmpunkte und Verantwortlichen dahinter in der kürzlichen Sitzung in der Gaststätte "Zum Elstertal" ab. Kein Punkt, zu dem nicht noch mal etwas gesagt wird. Es ist zu spüren in dieser Festkomitee-Sitzung: Hier will jeder, dass das Fest unvergessen bleibt.

Während die Eckdaten stehen, gibt es mit dem von Einwohnern geprägten Highlight zur großen, bunten Veranstaltung am Sonnabend noch einige Sorgen. Einige Einwohner zieren sich, ihre ansonsten in kleineren Runden aufgeführten, legendär gewordenen Kulturbeiträge aufzuführen. Doch gerade die würzen doch erst ein schönes Fest. Das Festkomitee steht geschlossen: "Wir müssen noch mal Überzeugungsarbeit leisten." Es gehe doch nicht ums Aus-, sondern ums Mitlachen. Und in anderen Orten gibt es das doch auch.

Geschichtlich werden die Zeischaer einige Pfunde in die Waagschale werfen. Immerhin gibt es eine ganze Reihe belastbarer Zeitdokumente, in denen Zeischa vermerkt ist. Mit Ralf Uschner haben sich die Organisatoren immerhin den Mann aus dem Kreismuseum auf ihre Seite geholt, der wie kaum ein anderer mit der Heimatmaterie vertraut ist. Er wird schon am 22. Juli unter anderem von der Harigsburg berichten, die es mal in Zeischa gab.

Die Festveranstaltung findet am 29. Juli statt und da wird es dann auch viele Filmdokumente geben. Sie zeigen Bilder von der 600-Jahrfeier Zeischas, widerspiegeln, wie oft der RBB schon im Ort mit dem wunderschönen Badegewässer war und zeigen auch Luftbildaufnahmen. Höhepunkt am Abend ist ein Feuerwerk, das sich im Wasser der benachbarten Elster widerspiegeln soll. Und logisch ist auch das: Zeischa ohne Blasmusike - das geht gar nicht. Da rücken auch wieder die Freunde aus Bayern an.