Viele mutmaßliche Alkoholfahrer, Ladendiebe, Sozialbetrüger, Einbrecher, Schläger, Drogenhändler und andere haben die längste Zeit auf ein Urteil gewartet. Am Amtsgericht in Bad Liebenwerda wird wieder intensiver verhandelt. Corona-bedingt waren seit Wochen nur noch absolut dringliche Fälle, wie Straf- und Familiensachen, die keinen Aufschub dulden, terminiert worden. Darüber hatten die Richterinnen und Richter eigenverantwortlich entschieden.

Bad Liebenwerda

In gemeinsamer Abstimmung, so Gerichtsdirektor Uwe Oldenburg, fänden jetzt wieder mehr Verhandlungen statt. Dabei handele es sich zunächst vorwiegend um jene, bei denen kaum Besucher erwartet werden. Was öffentlich sein muss, finde auch öffentlich statt.

Besucher am Amtsgericht Bad Liebenwerda müssen Datenblatt ausfüllen

Allerdings müssen Besucher nach wie vor mit Einschränkungen leben. Zugang zu dem verschlossenen Gebäude erhalte zum Beispiel, wer vorher einen Termin vereinbart habe, geladen ist oder eine Verhandlung besuchen möchte. Auf der Internetseite des Gerichts ist zu lesen, dass das online hinterlegte Datenblatt mit einzufügenden persönlichen Angaben möglichst gleich ausgefüllt mitgebracht wird.

Damit wird unter anderem bestätigt, dass der Besucher – soweit ihm bekannt ist – nicht coronainfiziert ist und jüngst auch keine Kontakte zu solchen Personen gehabt hat. Hinzu können Eingangskontrollen kommen. Besucher sollten ein paar Minuten mehr Zeit einplanen.

Im Amtsgericht Bad Liebenwerda gibt es jetzt weniger Sitzplätze

Im Gericht gelten die üblichen Hygienevorschriften: Hände waschen oder Handdesinfektionsmittel selbst mitbringen. Ein Nase-Mundschutz wird empfohlen. In den Fluren und Gerichtssälen sei die Sitzplatzanzahl zum Teil verringert worden. Auch Angeklagter und Anwalt sind angehalten, Abstand zu halten.