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Clearingstelle Elsterwerda mit geändertem Konzept

Elbe-Elster. Der Landkreis ändert sein Konzept für die Clearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Elsterwerda und will die Einrichtung künftig als Jugendwohnheim mit Clearingstelle betreiben. Birgit Rudow

Das Vorhaben fand im Kreisausschuss die Zustimmung der Ausschussmitglieder und soll im Kreistag am 22. Mai beschlossen werden.

Hintergrund ist der Rückgang der Anzahl von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen im Landkreis. Als die Clearingstelle im Februar 2016 eröffnet wurde, bestand ein hoher Bedarf für die Unterbringung und Betreuung dieser Jugendlichen. Die Aufnahmestelle hatte eine Betriebserlaubnis für 20 Clearingplätze und 10 Plätze für eine betreute Wohnform. Zwischenzeitlich hat ein Großteil der jugendlichen Flüchtlinge das Clearing verlassen, so die Leiterin des Amtes für Jugend, Familie und Bildung Marlis Eilitz im Ausschuss. Dem Kreis fehle es derzeit aber an einer Inobhutnahmestelle, sagte sie. Vor allem nachts sei es problematisch, Kinder und Jugendliche, die durch das Jugendamt in Obhut genommen werden müssen, unterzubringen. Deshalb hat der Landkreis eine Veränderung der Betriebserlaubnis beim Ministerium beantragt und dazu ein Konzept zu räumlichen und personellen Voraussetzungen und einem pädagogischen Konzept eingereicht. Neun Plätze sollen jetzt für das Clearing zur Verfügung stehen, um auch weiterhin die Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge abzusichern. Die anderen Plätze werden für das betreute Wohnen genutzt.