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Bunte Schmuckstücke in Handarbeit

Ines Werth aus Plessa bastelt derzeit am liebsten besonderen Schmuck.
Ines Werth aus Plessa bastelt derzeit am liebsten besonderen Schmuck. FOTO: Anja Brautschek
Plessa. Der Kreativmarkt in Plessa ist mittlerweile auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Rund 50 Kunsthandwerker zeigen am 5. November ihre Unikate. Viele davon sind schon seit Jahren dabei. Die RUNDSCHAU stellt in loser Reihenfolge einige der kreativen Köpfe vor. Heute: Ines Werth aus Plessa. Anja Brautschek

Seit mehr als dreißig Jahren ist Ines Werth aus Plessa kreativ unterwegs. Zahlreiche Kurse hat sie dabei besucht und viele Basteltechniken ausprobiert. "Ich probiere gerne Neues aus und bin immer auf der Suche nach spannenden Techniken", erzählt Ines Werth.

Derzeit ist sie vor allem vom Schmuckbasteln fasziniert. Aus einer speziellen Schmuckkeramik formt sie Anhänger, Ketten, Ohrringe oder Broschen in leuchtenden Farben. Jedes Stück hat ein einzigartiges, besonderes Muster. Im Backofen gebacken und ausgehärtet, werden die Schmuckstücke robust, aber dennoch leichtgewichtig. "Die Schmuckkeramik hält einiges aus. So schnell geht da nichts kaputt", spricht die 56-Jährige aus Erfahrung.

Die Technik des Schmuckbastelns hat sie selbst erst im vergangenen Jahr kennengelernt. In einer Workshop war sie dafür im Schwarzwald unterwegs. Seitdem verbringt sie jede freie Minute mit dem Schmuckbasteln.

Auf der Suche nach ausgefallenen Techniken und neuen Trends reist Ines Werth sogar bis an die Ostsee oder ins Ausland. "Es gibt kaum etwas, das ich noch nicht ausprobiert habe", erzählt sie. Für die gelernte Näherin ist es nicht nur ein Hobby, sondern vielmehr eine "kreative Entspannung", wie sie selbst sagt. "Ohne das geht es nicht. Ich brauche einfach immer etwas in den Händen", sagt Ines Werth lachend.

In Kursen gibt sie ihr Wissen und ihre Leidenschaft für das Basteln mittlerweile sogar an andere weiter. Dafür ist sie regelmäßig in Pflegeeinrichtungen oder der Kurklinik in Bad Liebenwerda zu Gast. Sie stellt gemeinsam mit den Teilnehmern Schmuck oder Windlichter her und gibt Einblick in verschiedene Basteltechniken. Auch auf dem Kreativmarkt wird sie in diesem Jahr gemeinsam mit den Besuchern mit der vielseitigen Schmuckkeramik arbeiten. In den Vorjahren hat Ines Werth dort ebenfalls diverse Workshops angeboten.

"Es macht mir Spaß, meine Erfahrungen mit anderen zu teilen. Das hat mich schon immer interessiert", sagt sie. Es sei der perfekte Ausgleich von ihrem derzeitigen Job als Einzelhandelskauffrau. Und in der Region gebe es zu wenige Angebote für Kreative. Seit rund fünf Jahren bietet sie daher kreative Handarbeitskurse an.

Nur an eine Technik hat sich Ines Werth bislang nicht herangetraut: das Klöppeln. "Es ist eine wunderschöne Technik, sehr filigran und total anders im Vergleich zu anderen Dingen. Deswegen habe ich mich darin noch nie ausprobiert", sagt sie. Der notwendige Klöppelsack liegt seit 20 Jahren bereit. "Irgendwann werde ich das auch in Angriff nehmen", ist sie überzeugt. Doch vorerst probiert sie sich lieber mit der Schmuckkeramik, Serviettentechnik oder unterschiedliche Farben aus.