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Bürgermeisterwahl: "Jetzt kribbelt es doch"

Elsterwerda. Weil die Stimmen der Bundestagswahl am Sonntag zuerst ausgezählt wurden, waren die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl in Elsterwerda für die Zeitungsausgabe noch nicht verfügbar. Doch was erhoffen sich eigentlich die fünf Bürgermeister-Kandidaten, die in Elsterwerda neues Stadtoberhaupt werden wollen? Die RUNDSCHAU hat sie eine Stunde vor Schließung der Wahllokale gefragt. Frank Claus

Eckart Schmidtchen (parteilos) räumt ein: "Jetzt kribbelt es doch. Ich bin nervös." Mit Büroarbeit habe er sich tagsüber abgelenkt. Und wie sieht er seine Chancen? "Ich hoffe, mit etwa 30 Prozent in die Stichwahl zu kommen", sagt er. Um die Wähler noch einmal zu motivieren, habe er bis zum Wochenende noch Flyer in die Briefkästen gesteckt.

In der Stichwahl sieht sich auch SPD-Kandidatin Michaela Jahn, die sich auf ein prozentuales Ergebnis allerdings nicht festlegen will. "Bei fünf Kandidaten ist das schwer, aber ich glaube, dass ich eine der beiden Personen in der Stichwahl bin." Aufgeregt sei sie tagsüber nicht gewesen. "Wir haben einen ganz normalen Tag in Familie verbracht." Den Wahlausgang will sie mit Freunden im Café "Zeitlos" verfolgen.

Anja Heinrich (CDU) werden, glaubt man der öffentlichen Wahrnehmung, in Elsterwerda die größten Chancen eingeräumt. Marschiert sie sogar durch? "Es wäre schön, dann müssten wir den Bürgern nicht noch einmal drei Wochen angespannten Wahlkampf zumuten", sagt sie. "Aber sicher bin ich mir auf keinen Fall", schiebt sie nach. Sie habe im Wahlkampf viele wohlwollende Worte gehört. "Bis auf ein beschmiertes Wahlplakat von mir und wenige Äußerungen in den sozialen Medien war es ein sehr fairer Wahlkampf", meint sie.

Werner Voigt (AfD) scheint der Gelassenste zu sein. "Wir werden sehen, was kommt." In den Wahlkampf habe er in den letzen Wochen nicht eingreifen können, da er erkrankt gewesen sei. "Eine Stichwahl wäre schön. Und wenn ich und meine Partei es nicht schaffen, gehen wir eben weiter auf die Marktplätze", sagt er.

Auch Andreas Franke (parteilos), den die RUNDSCHAU zum Schluss erreicht, ist wenige Minuten vor Schließung der Wahllokale entspannt: "Ich habe alles gegeben. Nun entscheiden die Wähler. Bei fünf Kandidaten gehe ich von einer Stichwahl aus. Ob ich es schaffe? Ehrlich - ich kann es nicht einschätzen."