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| 02:37 Uhr

Bürger-Engagement mit Füßen getreten

Anita Kupsch aus Sonnewalde schreibt zum Beitrag "Förderverein Schloss Neudeck wirft nun doch das Handtuch" vom 19. März: Das Land zieht sich mal wieder aus der Verantwortung.

Man hat doch wohl als Immobilienbesitzer die Pflicht, sich darum zu kümmern. Es sind entweder Maßnahmen zum Erhalt des Bauwerkes oder zur Verkehrssicherung zu treffen. Wenn die Bausubstanz zu schlecht ist, muss eben ein Rückbau vorgenommen werden. Dazu sind regelmäßige Kontrollen nötig, aber doch wohl durch den Eigentümer und nicht durch den Verein, der ohne jegliche Unterstützung viele Jahre lang versucht hat, das Schloss für Besucher zugänglich zu halten.

Da kann das Land (Finanzministerium) so einfach die Mittel versagen und den Verein mit den Worten abspeisen, die Liegenschaft sei für die Zwecke des Landes entbehrlich? Diesen Spruch sollte man sich merken! Jeder Bürger, der eine Immobilie erbt, hat sich darum zu kümmern. Das gilt für das Land nicht?

Nur mit Sponsoren ist so ein Schloss nicht zu retten, deshalb gibt der Förderverein jetzt auf. Ein historisches Bauwerk wird dem Verfall preisgegeben und die Ruine wird irgendwann einen Schandfleck im Ort darstellen. Ein engagierter Förderverein muss das Handtuch werfen, weil er im Stich gelassen wird. Und alles, weil sich das Land aus der Verantwortung stiehlt. Es muss doch wohl für alle gelten: Eigentum verpflichtet!

Naturschützer fordern Ende der Zeitumstellung

Der Falkenberger Naturschutzverein "Elsteraue" hat sich an den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, und an Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Bitte gewandt, sich für eine Beendigung der Zeitumstellung einzusetzen. Darüber informiert Dieter Lehmann:

Der regional wirkende Naturschutzverein "Elsteraue" Falkenberg/Elster hat gegenwärtig 43 Mitglieder, die sich in unterschiedlicher Weise für den Schutz von Natur und Umwelt einsetzen. Wir äußern uns jedoch auch zu aktuellen Problemen der Politik. In der Nacht zum Ostersonntag war es wieder einmal soweit: die Umstellung von der Winter- auf die Sommerzeit. 74 Prozent der Deutschen halten diese Zeitumstellung einer Umfrage der Krankenkasse DAK zufolge für überflüssig. Vor allem in der Woche nach der Zeitumstellung sind die Menschen insgesamt erst einmal deutlich unzufriedener, wie Experten der Universität Erlangen-Nürnberg herausgefunden haben. Die Sommerzeit wurde in Deutschland 1980 eingeführt - aus Gründen der Energieeinsparung. Ein Nutzen lässt sich jedoch nicht nachweisen. Stattdessen kämpfen Mensch und Tier wochenlang mit einem sogenannten "Mini-Jetlag". Deshalb sollte diese unsinnige und nachteilige Zeitumstellung so schnell wie möglich abgeschafft werden! Um diese Forderung politisch voranzubringen, hat sich der Naturschutzverein "Elsteraue" mit einem gleichlautenden Schreiben an den Präsidenten des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, und an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt.