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| 16:55 Uhr

Ministerin stärkt Louise Domsdorf
Die „Louise“ ist etwas Besonderes

 Kulturministerin Martina Münch (3.v.l.) würdigt die Leistungen des Fördervereins „Louise“ Domsdorf und übergibt einen Zuwendungsbescheid.
Kulturministerin Martina Münch (3.v.l.) würdigt die Leistungen des Fördervereins „Louise“ Domsdorf und übergibt einen Zuwendungsbescheid. FOTO: Förderverein Louise
Domsdorf. Ministerin Martina Münch übergibt 17 000 Euro für Digitalisierung und Bergparade. Von Frank Claus

Im Rahmen von „Kabinett vor Ort“ hat Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch (SPD) die Leistungen des Fördervereins „Louise“ Domsdorf gewürdigt. Sie habe sich auf eigenen Wunsch, so der Vorsitzende des Fördervereins, Peter Kroll, vom Zustand der ehemaligen Brikettfabrik überzeugt. Der Förderverein habe der Ministerin die Arbeitsergebnisse der vergangenen 25 Jahre vorgestellt und dabei die Ressortchefin „tief beeindruckt“, wie sie selbst meinte. Dieses „besondere Engagement in der Bergbauregion ist eine lobenswerte Leistung“, habe sie unterstrichen. „Der Erhalt der gesamten Substanz mit der bewundernswert gepflegten, uralten, funktionalen Technik, wie sie hier zu sehen ist, die Methodik der Vermittlung des Wissens an die junge Generation hinterlässt bei mir bleibenden Eindruck, und es ist einmalig, was hier geleistet wird“, so Martina Münch. Das Technische Denkmal sei in seinem heutigen Zustand „etwas Besonderes für den Ebe-Elster-Kreis, für die Kurstadtregion und insbesondere für das Land Brandenburg“, so die Ministerin. Sie sei vor allem überrascht, mit welchem Ehrgeiz und welcher Energie die Ehrenamtler dieses besonderen Kulturerbes zu Werke gehen.

Ministerin Münch übergab einen Zuwendungsbescheid über 17 000 Euro. 11 000 Euro stünden für die Digitalisierung von Unterlagen und Fotos der Bergbaugeschichte am Standort zur Verfügung. Mit 6000 Euro unterstützt das Kulturministerium die erste Bergparade, die aus Anlass des 25. Gründungstages des Fördervereins am 6. Juli an der „Louise“ stattfinden soll. Bürgermeister Andreas Claus ist zuversichtlich, dass das Land sich noch aktiver in den Erhalt der ältesten, noch funktionsfähigen Brikettfabrik Europas einbringen wird. „Das Infrastrukturministerium hat gerade zu 80 Prozent die Sanierung des großen Schornsteins unterstützt.“ Bei der nächsten Inkula-Tagung (Infrastrukturimpulse für Industriekulturstandorte im Lausitzer Seenland) stehe die „Louise“ ebenfalls auf dem Programm.