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| 13:27 Uhr

Brandursache ermittelt
Unsachgemäßes Heizen löst Brand in Plessa aus

Bei diesem Hausbrand in Plessa ist ein Mann ums Leben gekommen. Das Feuer war von einem unsachgemäß genutzten Ofen ausgegangen.
Bei diesem Hausbrand in Plessa ist ein Mann ums Leben gekommen. Das Feuer war von einem unsachgemäß genutzten Ofen ausgegangen. FOTO: Veit Rösler
Plessa. Hinterbliebene soll kommunale Wohnung erhalten. Von Frank Claus

Das unsachgemäße Heizen eines Kachelofens im Erdgeschoss hat nach bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei das Feuer im Wohnhaus in der Karlstraße in Plessa am Montag dieser Woche ausgelöst. Die Untersuchungen der Experten am Brandherd hätten nach jetzigem Erkenntnisstand keine Hinweise auf eine technische Ursache, zum Beispiel durch defekte stromführende Anlagen und Geräte, ergeben.

Bei dem Feuer wurde ein 73-Jähriger Mann, der sich im ersten Geschoss befand, von Kameraden der Feuerwehr leblos aufgefunden. Mit einem Rettungstuch wurde er nach draußen getragen. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Seine 50-jährige Ehefrau wurde mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Das Haus ist unbewohnbar. Die Ermittlungen, insbesondere zur Frage der strafrechtlichen Bewertung, dauern nach Polizeiangaben noch an.

Für die Kameraden der Feuerwehren aus dem Amt Plessa und der Stadt Elsterwerda gestaltete sich der gegen 18.40 Uhr begonnene Einsatz schwierig. Das Zimmer im Erdgeschoss hatte bei Eintreffen im Vollbrand gestanden, enorme Hitze und Qualm sowie die teils schwierige Zugänglichkeit von Räumen erschwerten die Hilfeleistungen. Zeitweise befanden sich mehrere Trupps Atemschutzgeräteträger im Inneren des Gebäudes.

Die Frau, die sich nach Informationen von Plessas Amtsdirektor Göran Schrey noch im Krankenhaus befindet, soll nach ihrer Entlassung zunächst in einer Pension untergebracht werden. „Wir kümmern uns gegenwärtig darum, ihr ab  März eine kommunale Wohnung zur Verfügung zu stellen“, so der Amtsdirektor.