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| 14:40 Uhr

Große Geklapper
Borschütz hat seine Störche zurück

Die erste Paarung der Störche ließ nicht lange auf sich warten.
Die erste Paarung der Störche ließ nicht lange auf sich warten. FOTO: Peter Grobe
Borschütz. Auf dem Stalldach der einstigen Schäferei in Borschütz brütet nach mehr als 20 Jahren Pause wieder ein Storchpaar.

Auf dem Stalldach der ehemaligen Schäferei in Borschütz brüteten jedes Jahr Störche, bis 1994 ein Sturm das Storchennest vom Dach riss. Mit Hilfe der Dachdeckerfirma Zeissig wurde kurz darauf eine neue Konstruktion als Auflage für ein Nest angebracht. Die ist jedoch von vorbeischauenden Störchen nicht angenommen worden. Weil vor Jahren die Neueindeckung des Stalldaches erforderlich war, wurde diese Nistmöglichkeit wieder abgebaut. Das Ehepaar Annelore und Claus-Peter Grobe war selbst gerade erst nach Borschütz gezogen, als die Idee aufkam, eine neue Nistgelegenheit zu schaffen.

Und es wurde gehandelt: Ein altes Wagenrad war vorhanden. Falk Petke versah es mit einer stabilen Halterung und befestigte es auf einem von Werner Kohls besorgten Mast. Der favorisierte Standort am Reitplatz wurde von einer Storchenexpertin für gut befunden. Die Aufrichtung des Mastes war spektakulär und nicht ganz einfach, letztendlich aber gelungen. „Viele Borschützer halfen dabei. Aber leider zogen noch immer keine Störche ein. Irgendwas fehlte oder stimmte nicht. Mal kam für ein paar Tage ein Jungstorch und für zwei Tage dann ein Weibchen dazu. Aber die waren wohl unzufrieden und alles wurde wieder leer“, blickt Claus-Peter Grobe zurück. Bis im vergangenen Jahr das Nest repariert und unter fachmännischer Anleitung mit Ästen beflochten sowie mit Moos und Gras ausgepolstert wurde. In das neu „möblierte“ Storchennest zog nach kurzer Zeit ein Jungstorchenpaar ein. Jedoch eine Aufzucht erfolgte noch nicht. „Mit Spannung warteten wir in diesem Jahr wieder auf das Storchpaar. Mit großer Freude hörten wir am 7. April dieses Jahres das vertraute Klappern“, erzählt Annelore Grobe. Ein Storch war zurück.

Und noch größer wurde die Freude, als endlich am 15. April das vom Storchenmann ersehnte Weibchen kam und blieb. Das war ein Geklapper, dem bald die erste Paarung folgte, wie das Foto der Grobes zeigt.

Nun hoffen alle Borschützer auf Storchenjunge und ausreichend Futter für die Familie. Claus-Peter Grobe: Leider haben der Mensch und die Natur auch bei uns Klimaveränderungen hervorgerufen mit der Folge trockener Teiche, Gräben und auch der Feuchtwiesen. Aber wir sind optimistisch. Borschütz hat endlich seine Störche zurück.“