Damit ist auch die einst ausgeklügelte Finanzierung des Vorhabens ins Wasser gefallen. Auf die Stadt kommen damit Mehrkosten in Höhe von etwa 100 000 Euro zu, sagt Bürgermeisterin Hannelore Brendel (parteilos). Diese erklären sich zum einen durch gestiegene Baukosten, zum anderen mit dem Wegfall von ABM-Leistungen als Kofinanzierungsanteil. Dieses Finanzierungsmodell war vor sechs Jahren möglich, heute nicht mehr. Momentan rechne die Stadt, wie die Kosten aufzubringen sind. "Wird das Projekt nicht abgeschlossen, ist uns die Rückzahlung von Fördermitteln angekündigt worden", zeigt Brendel die Konsequenzen auf.

Zur Erinnerung: Vor fast sechseinhalb Jahren hatte die Stadt Mühlberg einen Fördermittelbescheid über mehr als eine Million Euro für den Gewässertourismus erhalten. Entstanden sind eine neue Rampe am Vereinshaus der Ruderer sowie eine neue Wasserwanderraststation. Wegen der Deichbaustelle ist diese allerdings bis heute nicht in Betrieb genommen worden.