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| 01:03 Uhr

Blattschuss mit dem Rotorblatt

Naturschützern sind Windkraftanlagen naturgemäß ein Dorn im Auge. Sie stören die Biotope der Tiere, verschrecken die Vögel und sind auch nicht grad der Hingucker in der Landschaft. Frank Hilbert

Wo immer sich künftig ein Rotorblatt im Wind energievoll drehen soll, schauen die Hüter des tierischen Lebens genau hin, ob damit traditionelle Einflugschneisen der gefiederten Freunde zur tödlichen Falle werden könnten. Schon mehr als 700 tote Tiere, darunter gut 60 verschiedene Vogel- und fast alle Fledermausarten haben Helfer des brandenburgischen Landesumweltamtes bei sporadischen Kontrollen unter weniger als 200 Windrädern gefunden, weiß Fritz Quitter, Revierförster in Lichtena. Und - er weiß von Geschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern an den Flügelspitzen der Rotorblätter. Angesichts der vielen Windräder in unserer Region und der künftig noch entstehenden, dürfte die Vogelgrippe bei uns kein Thema werden. Kranke Vögel, die nicht durch die Windmühlen abgeschreckt werden, erwischen die Rotorblätter. Bei über 200 Sachen hätten sie da keine Chance.