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| 17:42 Uhr

Flüchtlinge
Bisher kamen in diesem Jahr 193 Asylbewerber nach EE

Herzberg. Amt nutzt Möglichkeiten der Leistungseinschränkung.

Im Landkreis Elbe-Elster wurden in diesem Jahr bisher 193 Asylbewerber aufgenommen. Die meisten von ihnen kamen aus Tschetschenien, aus Kamerun, dem Iran und Eritrea. Im Oktober und dem bisherigen November waren es sechs Aufnahmen. Die Asylbewerber kamen alle aus Syrien,so Marina Beyer, Leiterin des kreislichen Sozialamtes am Donnerstag im Sozialausschuss des Kreises. Derzeit sind keine weiteren Transfers angekündigt. Marina Beyer sprach auch darüber, dass es vor allem in den Gemeinschaftsunterkünften ab und an zu Streitigkeiten käme.

Die Sachgebietsleiterin Zentrale Dienste des Sozialamtes, Katrin Bradke, informierte über Möglichkeiten von Leistungskürzungen bei Asylbewerbern. Das sei zum Beispiel der Fall für Leistungsberechtigte, deren Ausreisetermin feststeht, die sich der Ausreise aber entziehen. Sie erhielten nur noch die notwendigste Unterstützung. In Elbe-Elster gebe es diesbezüglich derzeit 14 Fälle, so Katrin Bradke. Eigentlich seien es 23, aber neun Personen seien nicht mehr da. 

Eine andere Grundlage für Leistungseinschränkungen seien die sogenannten Dublin-Fälle. Das sind Asylbewerber, für die in anderen EU-Staaten der Schutzstatus bereits ausgesprochen wurde. Das betrifft laut Katrin Bradke neun Personen, die sich in Elbe-Elster aufhalten. Zwei seien untergetaucht. Diese Flüchtlinge hatten zum Beispiel in Bulgarien, Rumänien und Italien Asyl beantragt, so die Sachgebietsleiterin.