Birgit Kittel, Chefärztin der Rheumatologie der Fontana-Klinik in Bad Liebenwerda, und Fachärztin für Innere Medizin, Rheumatologie, Sozialmedizin und Chirotherapie, hat ab 1. November die kassenärztliche Zulassung, um eine Ermächtigungssprechstunde auf Überweisung niedergelassener Ärzte durchzuführen.
Einfacher erklärt: Rheumapatienten, die bislang entweder im Elsterwerdaer Krankenhaus von Dr. med. Eberhard Brödner oder in Cottbus, Dresden oder Leipzig Facharzttermine wahrnehmen, haben nun auch in Bad Liebenwerda eine Anlaufstelle. Voraussetzung: Sie müssen eine Überweisung von ihrem Hausarzt oder einem anderen niedergelassenen Arzt mitbringen. Etwa 700 Patienten, die regelmäßig Rheumasprechstunden aufsuchen, werden gegenwärtig in Elsterwerda behandelt. Der Chefarzt des Elsterwerdaer Krankenhauses freut sich für seine Kollegin in Bad Liebenwerda. „Das ist eine willkommene Entlastung für meine überfüllte Sprechstunde“ , meinte er gestern am RUNDSCHAU-Telefon und sieht Verbesserungen für die Patienten: Damit sind künftig kürzere Wartezeiten möglich.
Dr. med. Birgit Kittel ist seit August des vergangenen Jahres Chefärztin in der Fontana-Klinik und hat von der Pike auf zuerst als Assistenz- und später als Oberärztin im Haus gearbeitet. Die Oberlausitzerin, sie stammt aus Zittau, ist 39 Jahre alt, verheiratet und Mutter eines Sohnes. Inzwischen fühlt sie sich in Thalberg zu Hause.
Am Mittwochnachmittag und Freitagvormittag wird sie nun in der Fontana-Klinik ihre Sprechstunde abhalten. Damit haben Patienten, die unter anderem an entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, Entzündungen des Bindegewebes oder an Weichteilrheumatismus leiden, nun eine weitere Anlaufstelle in der Region.
Klaus-Dieter Stocker, Regionaldirektor der RHM Altenheim- und Klinik-Gruppe, sieht die Fontana-Klinik mit diesem zusätzlichen Angebot weiter gestärkt. Dies sei der richtige Weg hin zur geforderten integrierten medizinischen Versorgung. Gemeinsam mit dem Ärztenetz Südbrandenburg und dem Elbe-Elster-Klinikum sei man nun in Gesprächen, die Zusammenarbeit zu vertiefen. Eines ärgert Dr. Birgit Kittel allerdings schon bei Dienstantritt: Obwohl die Fontana-Klinik ein Röntgen- und Ultraschallgerät besitzt, darf sie diese für die Ermächtigungssprechstunde nicht nutzen. Patienten, die Röntgen- oder Ultraschallbilder benötigen, müssen gegenwärtig laut kassenärztlichen Verordnungen noch in andere Einrichtungen geschickt werden.