ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:41 Uhr

Ausstellung im Partnerkreis
Kunstausstellung reFORMationen jetzt in Soest

Die 2017 im Schloss Doberlug zu sehende Berufskunstausstellung „reFORMationen“ (Foto) ist seit Sonntag im Märkischen Kreis - Partnerkreis von Elbe-Elster - zu sehen. In der Neu-St. Thomä-Kirche in Soest werden die Werke bis zum 7. April ausgestellt.
Die 2017 im Schloss Doberlug zu sehende Berufskunstausstellung „reFORMationen“ (Foto) ist seit Sonntag im Märkischen Kreis - Partnerkreis von Elbe-Elster - zu sehen. In der Neu-St. Thomä-Kirche in Soest werden die Werke bis zum 7. April ausgestellt. FOTO: Landkreis EE
Soest/Elbe-Elster. Die Berufskunstausstellung „reFORMationen“ ist seit Sonntag zum großen Teil in Herzbergs Partnerstadt in NRW zu sehen. Von Frank Claus

Elbe-Elsters-Kulturamtsleiter Andreas Pöschl freut sich am Sonntag, wenige Stunden vor der Eröffnung der Berufskunstausstellung „reFORMationen“: „Wir stellen in der Kirche Neu-St. Thomä in Soest aus, und ich bin richtig zufrieden“, sagt er am Telefon. „Wir haben die Kirche wunderschön ausfüllen können. Die Ausstellung wirkt hier noch einmal ganz anders.“

Im vergangenen Jahr ist sie im Schloss Doberlug gezeigt worden. Von den damals 26 Berufskünstlern, die ausstellten, konnten in zwei Kleinbussen die Werke von 22 Künstlern mit nach Nordrhein-Westfalen genommen werden. Nur die ganz großen Stücke hätten nicht transportiert werden können. Mit dabei sind auch die Exponate von Künstlern aus Elbe-Elsters-Nachbarkreisen Nordsachsen, Wittenberg und Teltow-Fläming, die sich teils zum ersten Mal an der Berufskunstausstellung beteiligt hatten. Auch die Werke der Gäste aus Wales werden gezeigt. Lediglich die Stücke der Künstler aus dem polnischen Nachbarkreis sind nach der dortigen Ausstellungspräsentation gleich in Polen geblieben.

In Elbe-Elster hatte die Ausstellung für Diskussionen gesorgt, unter anderem weil sich einige Künstler deutlich kritischer mit Luther auseinandergesetzt haben als in der Euphorie des Jubiläumsjahres vielfach zu hören. Paul Böckelmann aus Altenau etwa setzt sich mit dem heutigen „Personenkult“ um Luther auseinander. Die Ausstellung, die in Herzbergs Partnerstadt Soest bis zum 7. April zu sehen ist, wird in einer Kooperation von Stadt Soest und Kunstverein Soest betreut. Herzbergs neuer Bürgermeister Karsten Eule-Prütz nutzte die Gelegenheit gleich zum Antrittsbesuch in der Partnerstadt.

Kulturamtsleiter Andreas Pöschl indes saß bereits am Sonntagvormittag wieder mit seinen Amtskollegen aus dem Märkischen Kreis zusammen. „Wir haben den Jahresplan für 2019/2010 abgestimmt.“ Da solle Elbe-Elsters Orchesterprojekt aus dem Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ in vier Sätzen aufgeführt werden. Einer der vielen Väter des damaligen Erfolgs ist der künstlerische Leiter des Projekts, Musikschulpädagoge Uwe Krause, der unter dem Pseudonym John Rausek auch die Musik Grauns bearbeitet und für die Schüler und Konzert­ohren in eine zeitgemäße Form gebracht hat.

Ganz naheliegend ist die Eröffnung einer Ausstellung im Mai dieses Jahres im Atelierhof Werenzhain. Dazu werden Künstler aus dem Märkischen Kreis erwartet. Und deutlich mehr wollen Elbe-Elster und der Märkische Kreis Kultur und Tourismus verbinden. „Intensiver als bislang werden wir uns bei Großveranstaltungen in den jeweiligen Kreisen präsentieren“, so Andreas Pöschl. So solle Lust auf Kulturreisen gemacht werden. Der Luther-Pass, auch im Märkischen Kreis zu haben, sei bereits ein erfolgreiches Mittel gewesen. Nunmehr beteilige sich der Märkische Kreis auch am neuen Kulturschatz-Sucher Projekt von Elbe-Elster.