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Bei Hohenleipisch fliegen die Brückenteile ein

Am 10. Dezember dieses Jahres sollen auf dem 73 Kilometer langen und seit August des vergangenen Jahres vollgesperrtem Abschnitt zwischen Wünsdorf und Hohenleipisch auf der Bahnstrecke Berlin-Dresden wieder Züge rollen.
Am 10. Dezember dieses Jahres sollen auf dem 73 Kilometer langen und seit August des vergangenen Jahres vollgesperrtem Abschnitt zwischen Wünsdorf und Hohenleipisch auf der Bahnstrecke Berlin-Dresden wieder Züge rollen. FOTO: Frank Claus
Hohenleipisch. Am 10. Dezember dieses Jahres sollen auf dem 73 Kilometer langen und seit August des vergangenen Jahres vollgesperrtem Abschnitt zwischen Wünsdorf und Hohenleipisch auf der Bahnstrecke Berlin-Dresden wieder Züge rollen. Frank Claus

Allein im Baulos Süd zwischen Walddrehna (Landkreis Dahme-Spreewald) und Hohenleipisch (Elbe-Elster) müssen sieben Eisenbahnbrücken und acht Straßenbrücken (diese als Ersatz für Bahnübergänge) neu gebaut werden. Kurz nach 7 Uhr hängt am Mittwoch am Brückenbauplatz zwischen Gorden und Hohenleipisch (Elbe-Elster) das erste von fünf 25 Meter langen Stahlbetonbrückenbauteilen am Kranhaken.

Gegen drei Uhr in der Nacht sind die Schwerlasttransporter aus Nidda (Hessen) auf der Baustelle angekommen. Das letzte Teilstück von der Autobahnabfahrt Ruhland sind sie unter Polizeibegleitung zum Bauplatz gerollt. Die fünf Brückenteile werden in Endlage verschraubt. Dann haben zunächst die Eisenflechter das Sagen. Nach Fertigstellung der Bewehrung wird der Ortbeton gegossen. Parallel zu diesen Arbeiten werden die Dämme der künftigen Straße geschüttet und befestigt. In November sollen die ersten Fahrzeuge rollen. Dann muss der alte Tunnel mit eingeschränkter Durchfahrthöhe noch abgerissen werden. Am Donnerstag gibt es an einer weiteren Brücke, nämlich in Rückersdorf-Nord (Grube Erna), den nächsten wichtigen Bauabschnitt. Dort rollen die Betonmischer an, um den Ortbeton zu liefern.

Unterdessen legt die Bahn erste Überlegungen für den Fahrplan 2017/2018 vor. Demnach sollen in Elsterwerda zunächst je zwei Züge in den Morgenstunden und in den Abendstunden auf der Fahrt zwischen Berlin und Dresden in Elsterwerda halten. Elsterwerdas Bürgermeister Dieter Herrchen kämpft um zwei weitere IC-Zughalte am Freitag und am Sonntag. Ab 2019, so hat die Bahn bereits erklärt, soll es eine zweistündliche IC-Verbindung zwischen Rostock, Berlin und Dresden mit Halts in Doberlug-Kirchhain und Elsterwerda geben.